Kritik und Abwertung

„Sie besetzen öffentliche Gebäude, steigen auf das Brandenburger Tor, stellen Hinrichtungen nach, stören Vorlesungen, führen Flashmobs auf und marschieren durch Innenstädte. Ihr schwarzgelbes Logo, der griechische Buchstabe Lambda, ist auf zahlreichen Internetseiten präsent. In den letzten Jahren hat sich die Identitäre Bewegung (IB) fest in der politischen Landschaft verankert. Sie besteht zwar nur aus einer Aktivistengruppe von etwa 800 Mitgliedern, wird aber von Zehntausenden finanziell unterstützt. Ihre rechtsextremen Inhalte verbindet sie geschickt mit einem popkulturellen Habitus. Zentrales Thema: die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Die gesamte Neue Rechte begrüßte die agilen Jugendlichen »ohne Migrationshintergrund«, die mit Aktionsformen der 68er-Bewegung auf sich aufmerksam machen. Beste Beziehungen bestehen längst zur Alternative für Deutschland und zu fremdenfeindlichen Organisationen im euro päischen Ausland. 13 Autoren, die seit Jahren die Entwicklungen in der rechten Szene kritisch begleiten, legen einen fundierten Übersichtsband vor, der die Entwicklung der Identitären Bewegung darstellt, ihre Ideologie analysiert, Aktionen beschreibt und Netzwerke offenlegt.“

KRITIK: „Herausgeber Andreas Speit legt mit „Das Netzwerk der Identitären“ eine fundierte Übersicht zur Ideologie und Aktionsformen der Neuen Rechten vor. In den einzelnen Beiträgen werden nicht nur Inhalte anderer relevanter Publikationen (u. a. Volker Weiß, Thomas Wagner) gut lesbar zusammengeführt, sondern durch eigene Recherchen bestätigt und erweitert. Auch werden Quellen der Neuen Rechten (u. a. Martin Sellner, Mario Müller, Götz Kubitschek) zu Veranschaulichung gelungen eingesetzt.“ (U. v. Boedefeldt, 18.11.2018)

ABWERTUNG Diese Neuerscheinung wird im Internet durch ein Rudel identitärer Kommentatoren abgewertet, oft nur mit 1-2 Zeilen und Aufforderung zur Bücherverbrennung:

„Nonsens auf hohem Level. „Allerdings lohnt es sich perfekt zum anzünden eines gemütlichen Lagerfeuer’s oder einfach zum wegschmeißen.:)“ (Ommel, 24.2.2019)

Ommel


Ein Kommentar zu „Kritik und Abwertung

  1. „… dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“, äußert der Moslem Hassan in Heinrich Heines Tragödie Almansor.
    Dieser Ausspruch bestätigte sich auf entsetzliche Weise nach der staatlichen Aufforderung zur Bücherverbrennung durch deutsche Studenten im Jahr 1933. Sie geschah aus exakt jenem Geist, der den Identitären zu eigen ist. Möchte, wer sie unterstützt, die Epoche des Nationalsozialismus wieder aufleben lassen?

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