Erich Kästner IV

Erich Kästner mit Sohn

Diese Abbildungern kursieren und flottieren frei im Internet (ohne Quellenangaben…)

Aber hier ein Link zu weiteren Infos:

Erich Kästner (1899-1974) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Berühmt wurde er vor allem für seine humorvollen und scharfsichtigen Kinderbücher, die für die damalige Zeit revolutionär waren. Sie liegen in zahlreichen Übersetzungen vor; allein der Roman »Emil und die Detektive« (1929) wurde in 40 Sprachen übersetzt. Bei der Bücherverbrennung der Nazis landeten auch Kästners Bücher im Feuer.

https://www.inhaltsangabe.de/autoren/kaestner/

Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es.

Doktor Erich Kästners lyrische Hausapotheke, 1936
  • 1899 Geburt am 23. Februar 1899 in Dresden
  • 1919 Abitur am Dresdner König-Georg-Gymnasium; Aufnahme des Studiums in Leipzig in den Fächern Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte
  • 1919 Begegnung mit Ilse Julius; die Romanze zwischen ihr und Kästner dauert bis 1926
  • 1923 Beginn der Freundschaft mit Erich Ohser (als Zeichner und Karikaturist bekannt unter dem Pseudonym e.o.plauen)
  • 1925 Promotion
  • 1927 Umzug nach Berlin
  • 1929 Bekanntschaft mit dem berühmten Illustrator Walter Trier (1890–1951); er zeichnete die bis heute bekannten Titelbilder für Kästners Kinderbücher
  • 1935 Beginn der Freundschaft mit Luiselotte Enderle, seiner späteren Lebensgefährtin
  • 1945 Umzug nach München
  • 1949 Erste Begegnung mit der Schauspielerin Friedel (eigentlich: Friedhilde) Siebert, mit der Kästner eine langjährige Liebesbeziehung unterhält;
  • 1951 Die Verfilmung des Romans »Das doppelte Lottchen« gewinnt den Deutschen Filmpreis
  • 1951 Präsidentschaft des PEN-Zentrums der Bundesrepublik, die er bis 1962 innehatte
  • 1957 Geburt von Sohn Thomas; die Mutter ist Friedel Siebert
  • 1967 Kästner veröffentlicht sein letztes Werk »Der kleine Mann und die kleine Miss«
  • 1969 Rückzug aus dem Literaturbetrieb; Trennung von Friedel Siebert
  • 1974 Tod am 29. Juli 1974 in München

Werke

  • 1929 Emil und die Detektive Kinderbuch
  • 1929 Lärm im Spiegel
  • 1929 Leben in dieser Zeit Hörspiel
  • 1931 Pünktchen und Anton Kinderbuch
  • 1931 Fabian – Geschichte eines Moralisten Roman
  • 1931 Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee Kinderbuch
  • 1933 Das fliegende Klassenzimmer Kinderbuch
  • 1934 Drei Männer im Schnee Roman
  • 1935 Emil und die drei Zwillinge Kinderbuch
  • 1936 Doktor Erich Kästners lyrische Hausapotheke
  • 1948 Kurz und bündig
  • 1949 Das doppelte Lottchen Kinderbuch
  • 1957 Als ich ein kleiner Junge war Kinderbuch

Auszeichnungen und Preise

  • 1956 Literaturpreis der Stadt München
  • 1957 Georg-Büchner-Preis
  • 1959 Großes Bundesverdienstkreuz
  • 1960 Hans Christian Andersen Preis
  • 1970 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München
  • 1974 Goldene Ehrenmünze der Landeshauptstadt München
  • 2008 Internationaler Preis der jungen Leser, Auswahlliste (Stiftung Lesen)

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Lyrikerin Amanda Gorman

Amanda Gorman recites a poem during the inauguration of Joe Biden as the 46th President of the United States on the West Front of the U.S. Capitol in Washington, U.S., January 20, 2021. REUTERS/Kevin Lamarque

Webseite: https://www.theamandagorman.com/

TIME Cover Februar 2021 Amanda Gorman/ Michelle Obama

Vor dem Kapitol in Washington am 20.1.2021, 18.19 Uhr: Die Poetin Amanda Gorman, 22 Jahre alt, rezitiert ein Gedicht. Es sind starke und bewegende Worte.

Wordsmith. Change-maker.

Amanda Gorman is the youngest inaugural poet in U.S. history, as well as an award-winning writer and cum laude graduate of Harvard University, where she studied Sociology. She has written for the New York Times and has two books forthcoming with Penguin Random House.

Born and raised in Los Angeles, she began writing at only a few years of age. Now her words have won her invitations to the Obama White House and to perform for Lin-Manuel Miranda, Al Gore, Secretary Hillary Clinton, Malala Yousafzai, and others. Amanda has performed multiple commissioned poems for CBS This Morning and she has spoken at events and venues across the country, including the Library of Congress and Lincoln Center. She has received a Genius Grant from OZY Media, as well as recognition from Scholastic Inc., YoungArts, the Glamour magazine College Women of the Year Awards, and the Webby Awards. She has written for the New York Times newsletter The Edit and penned the manifesto for Nike’s 2020 Black History Month campaign. She is the recipient of the Poets & Writers Barnes & Noble Writers for Writers Award, and is the youngest board member of 826 National, the largest youth writing network in the United States. In 2017 UrbanWord and the Library of Congress named her the first ever National Youth Poet Laureate in the United States.

Amanda Gormans Gedicht im Wortlaut

Amanda Gorman

Joachim Widmann: Gorman war eine sehr gute Wahl. Wir Deutschen mit unserem Diktatur-geprägten Propagandatrauma unterschätzen und missverstehen das republikanische Pathos der alten Demokratien als Gemeinschaft bindendes Element. Dieses Gedicht war in diesem Sinne großartig, die Tradition solcher Reden geht zurück auf die Antike. Man kann in diesem hohen Ton eben nicht nur in erheucheltem und übertriebenem Raunen per Opferdiskurs an dunkle Instinkte appellieren, sondern auch ernsthaft, würdig und volltönend die säkulare Religio einer Gemeinschaft in Gleichheit, Vielfalt, Toleranz und Freiheit beschwören.Außer den US-Amerikanern beherrschen nicht von ungefähr nur die Franzosen diese Form ohne Künstelei.(Das Gedicht war übrigens auch formal grandios. Einerseits erinnert es an antike Rhetorik, andererseits an die fortschrittsseligen Hymnen Whitmans, also eine große, sehr amerikanische Literaturtradition der Moderne, und dank der Reim- und Rhythmus-Muster auch an Gospel-Predigten und Rap. Aus meiner Sicht des Literaturwissenschaftlers ist es tatsächlich ein Meisterwerk – und meisterlich vorgetragen, als Gesang, woher die Form ja kommt.) Joachim Widmann Fb 26. 1. 2021

siehe auch:

https://www.republik.ch/2021/03/30/der-weite-weg-den-huegel-hinauf?fbclid=IwAR26QWaNsY6kO64ns0q-LX0qWWDppwFia8bZy9dFqfoaz15_fGVbZFhsNxQ

Mit dem Gedicht »The Hill We Climb – Den Hügel hinauf«, das Amanda Gorman am 20. Januar 2021 bei der Inauguration des 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Joe Biden, vortrug, schenkte eine junge Lyrikerin den Menschen auf der ganzen Welt eine einzigartige Botschaft der Hoffnung und Zuversicht.