Brände, Zeichen der Zeit (Math. 16,3-4)

„Wenn es Abend wird, sagt ihr: Es kommt schönes Wetter; denn der Himmel ist feuerrot. Und am Morgen sagt ihr: Heute kommt schlechtes Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübt sich ein. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber könnt ihr nicht beurteilen.“ (Mathäus 16,3-4)

SAN FRANCISCO, CA – SEPTEMBER 09: David Ren of Berkeley, California takes in the view as smoke from various wildfires burning across Northern California mixes with the marine layer, blanketing the San Francisco skyline in darkness and an orange glow, seen from Treasure Island on September 9, 2020 in San Francisco, California. Over 2 million acres have burned this year as wildfires continue to burn across the state. (Photo by Philip Pacheco/Getty Images)
A hairdresser cuts hair outdoors at West Portal Avenue during the coronavirus disease (COVID-19) safety protocols under an orange sky darkened by smoke from California wildfires in San Francisco, California, U.S., September 9, 2020. REUTERS/Stephen Lam
Kaija Richter, 38, lebt seit zwölf Jahren in Kalifornien. © privat

Fünf Wochen lang haben wir keinen klaren Himmel gesehen. Durch den Rauch der Waldbrände war es ständig neblig. Manchmal ist es tagsüber gar nicht richtig hell geworden. An den schlimmsten Tagen hatte der Himmel einen gelblichen, giftigen Ton.

Verschwörungsmythen

Wissenschaftsjournalismus: »Die Wahrheit liegt allein in der Wahrheit«

Wie sollten die Medien mit so genannten alternativen Fakten umgehen? Dokumentarfilmer Dirk Steffens bezieht klar Position: »Zu glauben, man müsse auch abseitigen Ansichten eine Plattform bieten, ist ein journalistischer Kernfehler.«

Christiane Gelitz

Rund jeder zehnte Deutsche widerspricht wissenschaftlichen Fakten wie dem menschengemachten Klimawandel, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wie sollten die Medien mit Meinungen umgehen, denen gesicherte Erkenntnisse entgegenstehen? Der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens, bekannt als Moderator und Dokumentarfilmer der ZDF-Dokureihe »Terra X«, hat dazu eine klare Haltung.

Esoterikgläubige, Verschwörungstheoretiker und Nazis demonstrieren neuerdings gemeinsam gegen die deutsche Regierung. Was läuft da falsch?

Man sollte meinen, dass die drei Gruppen nichts miteinander zu tun haben. Doch was sie verbindet, ist der Zweifel an allgemein akzeptierten Wahrheiten, an Institutionen und Behörden, an Politik und Medien. Deshalb ist es zwar kurios, aber auch nicht erstaunlich, dass sie gemeinsam demonstrieren. Was sie letztlich zum Ausdruck bringen wollen: Dieses System betrügt uns, wir wollen es abschaffen. Für alles haben sie dasselbe Erklärungsmuster. Sie weisen einer bestimmten Gruppe kollektiv die Schuld zu: der Regierung, den Behörden, Reichen, Eliten, Moslems oder Juden. Darin liegt das verbindende Element von Verschwörungstheorien und totalitären Weltanschauungen, und deshalb sind sie gefährlich.

Tragen die Medien dazu bei, dass sich diese Anschauungen verbreiten?

Ja. Was die Medien falsch gemacht haben, kann man gut an vergangenen Diskussionen um die Klimakrise aufzeigen. Ich habe selbst bis vor wenigen Jahren als Gast in Talkshows erlebt, dass Journalistinnen und Journalisten von »abweichenden wissenschaftlichen Meinungen« zum Thema menschengemachter Klimawandel sprachen. Wie im Politikjournalismus glaubte man, das gesamte Spektrum abbilden zu müssen und die Wahrheit irgendwo in der Mitte zu finden. Aber für die Wissenschaft gilt: Die Wahrheit liegt allein in der Wahrheit. Es kommt nur Unsinn dabei heraus, wenn man die Mitte sucht zwischen einer kugelförmigen und einer scheibenförmigen Erde. Zu glauben, man müsse auch abseitigen Ansichten eine Plattform bieten, ist ein journalistischer Kernfehler. Das schafft den Eindruck, dass der Unsinn eine Berechtigung hat.

»Wir müssen uns fragen, ob wir abseitigen Meinungen ein Forum geben wollen«

Kürzlich sagten Sie in einem Interview mit dem Deutschen

Kürzlich sagten Sie in einem Interview mit dem Deutschen Journalistenverband: »Wir dürfen unsere Zeit nicht mit Vollidioten verschwenden.« Damit meinten Sie Klimaforschungsleugner. Gilt das auch für Coronavirusleugner?

Selbstverständlich. Wir dürfen unsere Zeit nicht mit Idioten verschwenden, nicht bei der Klimakrise, nicht beim Artensterben, nicht bei der Corona-Krise. Die Probleme sind zu groß und zu wichtig. Wir müssen überlegen, wann wir die Schulen aufmachen und wo wir Mundschutz tragen sollten. Dazu kann man auch verschiedener Meinung sein. Dass das Coronavirus nicht existiere oder harmlos sei, kann man allerdings nicht als Meinung gelten lassen.

Wo wollen Sie die Grenze ziehen? Wann wäre es falsch, Pro und Kontra darzustellen?

Immer dann, wenn eine Seite ganz offensichtlich Unsinn ist. Wir müssen uns als Journalisten und Journalistinnen fragen, ob wir abseitigen Meinungen ein Forum geben wollen. Es entsteht schon fast der Eindruck, als lehne eine breite Bevölkerungsgruppe die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung ab. Das ist falsch. Laut einer Umfrage der Universität Erfurt halten 17 Prozent die Maßnahmen für übertrieben. Eine Minderheit, die so laut ist, dass sie in den Medien wie eine große Bewegung erscheint. Aber das ist keine relevante Strömung in Deutschland.

»Wir haben manchmal eine bedenkliche Lust daran, über Abseitiges zu berichten«

Wann können wir dann überhaupt über Verschwörungstheorien berichten?

Wir können als Journalistinnen und Journalisten nicht verschweigen, was uns begegnet. Wir haben jedoch manchmal eine bedenkliche Lust daran, über Abseitiges zu berichten, weil das interessante Geschichten sind, die gerne gelesen und angeschaut werden. Wir geben dieser Neigung zu oft nach. Da schließe ich mich ausdrücklich mit ein. Wir sollten häufiger abwägen, ob wir dafür die Wahrheit opfern wollen.

Bekommen Sie Zuschriften von Zuschauern, die auch Sie als Person als Teil einer Verschwörung betrachten?

Ja, selbstverständlich. Das erstreckt sich von Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen. Ich berichte bei den Mainstream-Medien über Mainstream-Wissenschaft und bin damit eine perfekte Projektionsfläche, vor allem für rechte Verschwörungstheorien. Aber 90 Prozent der Drohungen und Schmähungen stammen von zehn Prozent der Leser, und die 90 Prozent Vernünftigen melden sich selten oder nie. So entsteht ein verzerrtes Bild der öffentlichen Meinung. Über einen Shitstorm bei Facebook oder Twitter liest man auch in seriösen Medien; so wird er Teil des öffentlichen und damit auch politischen Diskurses. Da ist journalistische Verantwortung gefragt. Nur weil ein paar tausend Menschen im Internet auf etwas schimpfen, ist das noch lange kein Grund für Berichterstattung.

Harald Lesch und Dirk Steffens experimentieren
© ZDF/Martin Christ (Ausschnitt) Im Einsatz für »Terra X« | Dirk Steffens (rechts) und Ko-Moderator Harald Lesch untersuchen, ob CO2 zur Erwärmung der Atmosphäre beiträgt (»Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens«, 18. Oktober 2020, 19.30 Uhr, ZDF). Dirk Steffens erhielt 2019 den Deutschen Fernsehpreis für die mehrteilige »Terra X«-Doku »Die Reise der Menschheit« und die Goldene Kamera für die »Terra X«-Dokureihe »Faszination Erde«.

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie solche Mails bekommen?

Sobald die Zuschriften mich oder andere Personen beleidigen, bedrohen oder Fäkalsprache benutzen, sperre ich die Absender. Würde ich auf alle einzeln eingehen, könnte ich sonst nichts mehr tun. Stattdessen versuche ich mit meiner Arbeit aufzuklären: Warum glaubt der Mensch so gerne an Verschwörungstheorien? Dazu haben mein Kollege Harald Lesch und ich eine »Terra X«-Sendung gedreht.

Wie halten Sie es privat, wenn ein Freund oder Familienmitglied eine Ansicht vertritt, die für Sie inakzeptabel ist?

Wenn jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis sagen würde: Die Amerikaner sind doch gar nicht auf dem Mond gelandet? Dann fühle ich zunächst mit ein paar Sachargumenten vor, ob die Person Argumenten zugänglich ist. Ist das nicht der Fall, versuche ich das Thema zu umgehen. Manche Verschwörungsfantasien kann man einfach ignorieren. Aber für mich gibt es eine Grenze, wenn die Meinung Menschen verachtend ist oder wenn Kinder zuhören. Zum Beispiel, wenn jemand behauptet, die US-Regierung habe von den Terroranschlägen vom 11. September vorher gewusst und sie bewusst geschehen lassen. Er unterstellt damit einer demokratisch gewählten Regierung einen Massenmord. An diesem Punkt hört es auf, da fange ich an, mich zu streiten. Wenn daran Freundschaften zerbrechen, muss man das wohl in Kauf nehmen.

Schöner schreiben

Eine Möwe fliegt am Dienstag (04.01.2011) um 08:50:50 Uhr, als die Sonne sich zum ersten Mal am Himmel über Dresden zeigt, an der grellen, partiell durch den Mond verdunkelten Sonne vorbei. . Foto: Arno Burgi dpa/lsn +++(c) dpa – Bildfunk+++


Ärzte, Dichter und Rebellen


Hauke Goos

So schön ist es, wenn die Welt in Finsternis versinkt

Adalbert Stifter, Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842

„Die Luft wurde kalt, empfindlich kalt, es fiel Tau, daß Kleider und Instrumente feucht waren – die Tiere entsetzten sich; was ist das schrecklichste Gewitter, es ist ein lärmender Trödel gegen diese todesstille Majestät.“

Hauke Goos zeigt an Beispielen aus der Literatur, wie kraftvoll die deutsche Sprache sein kann.

https://www.spiegel.de/kultur/literatur/schreiben-wie-patrick-sueskind-ein-moerder-und-die-sehnsucht-nach-liebe-a-935912f5-7074-4cf8-b365-6e0f4a4de82a

Hannah Arendt: Sokrates. Apologie der Pluralität

Dieser sehr lesenswerte Vortrag von Hannah Arendt zur politischen Philosophie ist wunderbar eingeführt von Matthias Bormuth, er hebt ab auf die Bedeutung des Selbstgesprächs, des Dialogs mit mir selbst für das abstrakte Denken und im besonderen als einer dem Denken inhärenten Pluralität, der Vielfalt der Perspektiven, die notwendig sind, um die Welt zu erschließen. Er führt ein in Arendts Argumentation, warum aus dem historischen Geschehen heraus Platon seinen Schwerpunkt darauf legt, die absolute Wahrheit zu finden und zu rechtfertigen und daraus eine Begründung für ein Primat der Philosophie in der Politik herleitet. Weil aber die letztlich großen Fragen der Philosophie: Was ist das Sein? Wer ist der Mensch? Welchen Sinn hat das Leben?, unbeantwortet bleiben, gehört zur Philosophie unabdingbar das Staunen.

Im Angesicht von Sokrates’ Verurteilung zum Tod durch den Schierlingsbecher zweifelt Platon zum einen an der sokratischen Überzeugungskunst, denn es war ihm nicht gelungen, die Richter von seiner Unschuld zu überzeugen (die für seine Schüler zweifelsfrei gegeben war) und er verzweifelte an der Polis, die einen so verdienstvollen Philosophen derart missverstehen konnte. Vor diesem Hintergrund ist Platons Ideenlehre und seine Politeia zu verstehen als zweifache Revolution: der philosophischen Suche nach Wahrheit und nach einem Staatssystem, dessen Basis die philosophische Wahrheit bildet. Nur der Philosoph verfügt über die Idee des Guten und nur er befasst sich mit den ewigen Dingen. Die ewige Wahrheit sollte regieren. Für Sokrates war die Maieutik, das Suchen nach Antworten über den egalitären Diskurs, die Methode, um die Bürger selbst auf Antworten zu bringen. Es war nicht sein Anliegen, Wahrheiten zu verkünden. Ein Exkurs über Aristoteles führt zur Bedeutung der Freundschaft, dargelegt in der Nikomachischen Ethik. Auch in der Freundschaft geht es nicht darum, den anderen von einer Wahrheit zu überzeugen, sondern verschiedene Wahrheiten anzuerkennen.

„Sokrates hat offenbar geglaubt, die politische Funktion des Philosophen bestehe darin, bei der Herstellung dieser gemeinsamen Welt zu helfen, die errichtet ist auf einer Art von Freundschaft, bei der keine Herrschaft notwendig ist.“ (54) Voraussetzung ist die Einsicht, dass man mit sich selbst übereinstimmen muss. Eine für alle Menschen gleiche absolute Wahrheit gibt es nicht. Deshalb ist es das Gespräch mit dem Anderen, mit dem anders Denkenden, das mich vom Zwiegespräch mit mir selbst befreit. In diesem Moment werde ich zu einem, zum mit mir selbst Identischen. Man muss seine eigene Wirklichkeit vor sich selbst bezeugen können. Das ist der Urgrund des Gewissens.

„Auch wenn dich niemand sieht, sollst du schon deshalb nicht töten, weil du dir unmöglich wünschen kannst, ständig mit einem Mörder zusammenzuleben. Durch einen Mord würde man sich auf Lebenszeit zum Zusammenleben mit einem Mörder verurteilen.“ (59) So ist auch bei Aristoteles Maßstab der Mensch der sich selbst das Maß setzt, nicht übergeordnete Ideen.

Nun soll bei Platon die Politik im Licht der philosophischen Erfahrung beurteilt werden. Das Höhlengleichnis beschreibt hierbei das Verhältnis zwischen Philosophie und Politik. Der angehende Philosoph hat entscheidende Wendepunkte zu durchlaufen: zuerst die Befreiung von den Ketten und vom eindimensionalen Blick. Dann sieht er beim Umdrehen die Dinge mit den Augen des Wissenschaftlers, doch auch damit begnügt er sich nicht. Er will wissen, was die Ursachen der Dinge sind. Er geht aus der Höhle, schaut die Sonne, die Idee der Ideen, Sinnbild für das Gute, das Wahre, das Schöne, und nun beginnt seine politische Aufgabe, eigentlich seine Tragödie: er muss in die Höhle zurück und den Menschen dort erzählen, was für sie keinen Sinn ergibt.

„Der zurückkehrende Philosoph ist in Gefahr, weil er den Verstand, der zur Orientierung in der allen gemeinsamen Alltagswelt nötig ist, verloren hat und darüber hinaus mit dem, was nun seine Gedanken beherrscht, dem Verstand der Welt offen widerspricht.“ (72/73) Wie soll er also Regierungsgeschäfte führen? Er muss nun die Maßstäbe finden, die den Höhlenbewohnern angemessen sind. Im Theaitetos beschreibt Platon: >>der Zustand, den der Philosoph am stärksten erfährt, ist das Staunen; denn es gibt keinen anderen Beginn des Philosophierens als diesen.<< (155d, Arendt S.75) Das Ziel bleibt das gemeinsame Bemühen, begleitet von der Erfahrung, dass ich nichts wissen kann.

„Würde der Mensch jemals die Fähigkeit verlieren, letzte Fragen aufzuwerfen, würde er gleichzeitig auch die Fähigkeit einbüßen, beantwortbare Fragen zu stellen. Er wäre kein fragendes Wesen mehr, und das wäre nicht nur das Ende der Philosophie, sondern auch der Wissenschaft.“ (S.78)

„Wir leben heute in einer Welt, in der nicht einmal der >>gesunde Menschenverstand<< verständlich geblieben ist. Sein Zusammenbruch zeigt an, dass Philosophie und Politik trotz ihres alten Konflikts dasselbe Schicksal erlitten haben. Und das bedeutet, dass das Problem von Philosophie und Politik beziehungsweise die Notwendigkeit einer neuen politischen Philosophie, aus der eine neue Wissenschaft der Politik hervorgehen könnte, wieder auf der Tagesordnung stehen.“ (84/85)

Nicht das Wissen, sondern das Fragen steht im Mittelpunkt einer so verstandenen Philosophie.
Deshalb: jede Antwort ist ebensogut eine möglich richtig wie möglich falsche. Aber nicht auf die Antwort kommt es an, sondern auf die Frage. Und manchmal auch auf die Suche nach der Frage. Und immer wieder Staunen.

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Matthes & Seitz Berlin, 2016
Aus dem Englischen von Joachim Kalka

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Frauen in der Psychosomatik – Bodily sensations

https://elibrary.klett-cotta.de/article/99.120110/aep-8-4-229?pid=99.120110

Bodily sensations in diagnostics of psychiatry, neurology and psychosomatics
In practice it is sometimes more difficult to make a satisfactory classification using the ICD-10 than using the previous 9th version (ICD-9). A survey of the DGPPN on the ICD-10 in autumn 2008 – in preparation for the planned ICD-11 – was a welcome opportunity for some members of the Working Group for Psychosomatics and Neurology (AGPN) to reflect systematically and name the flaws in the currently valid International Classification of Mental and Behavioural Disorders. In this process a guiding principle emerged, which allows to identify and bundle the points in need of amendment especially clearly: the diagnostic significance of the subjective bodily symptoms, the »body’s complaints« (»Körperklagen«, 10). The authors find the complex of symptoms in bodily sensations suitable for revaluing clinical phenomena underrepresented in the ICD-10, adding them to the classifications and also, in some cases, more clearly differentiating the existing categories and re-ordering them. Since negative bodily sensations, as subjective phenomena, can only be observed by listening to the patients‘ descriptions, systematic attention to the sensations means a distinct re-evaluation of the doctor’s receptive attitude as the basis for a reliable diagnosis. Psychodynamics is essential in this context. The following account adheres to the »general questions« 8 to 11 in the DGPPN survey.

sieh auch Mechthilde Kütemeyer

Sag was!

Mandatory Credit: Photo by HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Lies es und Sag was!
Rechtspopulismus nimmt immer mehr zu. Doch wie identifiziert man rechtes Gedankengut und vor allem: Wie geht man damit um? Diesen Fragen widmen sich der hoch gelobte junge Verein „Tadel verpflich-tet! e.V.“ mit seiner Bildungs-initiative „diskursiv“, die dieses praxisnahe Bändchen mit Gesprächstaktiken,Tipps und Lösungsvorschlägen herausbringt. „Sag was“ bietet starke Argumen-tationshilfen gegen Rechtspopulismus, gezielt für junge Menschen. Klare Ansage: Sag was gegen rechts!

Warum ist Sprache so wichtig? Weil WIE du etwas sagst, maßgeblich bestimmt, WAS du sagst. Dieses Buch hilft dir, rechtspopulistische Sprache zu erkennen und ihre Wirkung zu verstehen. Alltagsnahe Beispiele zeigen dir, wie du schwierige Situa-tionen richtig einschätzen und radikal höflich reagie-ren kannst. Und wie es dir gelingt, Sprache konstruktiv zum Thema zu machen.
Der engagierte Verein »Tadel verpflichtet! e.V.« entlarvt in diesem neuen Band rechtspopulistische Sprache und das dahinterstehende Weltbild. Er schärft den Blick für rechtspopulistische Sprache und ihre Wirkung, für Selbstverharmlosung und schleichende Verrohung. Praxisnahe Beispiele helfen, schwierige Situationen richtig einzuschätzen und radikal höflich zu kontern.