„Als Mediziner und Schriftsteller ungeeignet“: Gustave Flaubert

Gustave Flauberts Vater, ein chirurgischer Chefarzt, war weder von dem erzählerischen Talent noch der medizinischen Eignung des Sohns überzeugt; er hielt ihn ohnehin wegen eines Anfallsleidens für mental retardiert und empfahl ihm ein Jurastudium, während dieser es vorzog, den Orient zu bereisen und danach als Schriftsteller in Paris zu leben.

Anno 1848 erstürmte er mit den Aufständischen der Februarrevolution die Tuillerien. Zu einem veritablen Skandal kam es, als Madame Bovary (1857) erschien, weil in diesem Roman eine schöne Arztfrau ihren schlichten Gatten unentwegt betrog. Doch damit nicht genug: Flauberts Geliebte glaubte, sich in der Bovary wieder zu erkennen und revanchierte sich daraufhin mit dem Schlüsselroman Lui (1859), der ein realistisch gezeichnetes Portrait Flauberts enthüllen sollte. Sie irrte sich, denn Flaubert meinte:

Er starb 59-jährig an einem Schlaganfall (vgl. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen Würzburg 2018, S. 200).

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