So überstand Erich Kästner die NS-Diktatur Als die Nazis kamen, gingen die meisten linken und liberalen Schriftsteller ins Exil. Erich Kästner blieb – dabei hatte der Satiriker und berühmte Kinderbuchautor die Gefahren der Tyrannei früh erkannt. Von Jochen Leffers 02.01.2023, 18.15 Uhr• aus SPIEGEL Geschichte 6/2022
Autor: arztdichter
KUNST IM KRIEG
https://www.zeit.de/kultur/kunst/2022-08/kunst-ukraine-zhanna-karyrova-sergey-zakharov-fshttps://www.zeit.de/kultur/kunst/2022-08/kunst-ukraine-zhanna-karyrova-sergey-zakharov-fs Bilder einer angegriffenen Gegenwart Der Schaffensdrang der ukrainischen Künstlerinnen und Künstler ist ungebrochen, viele von ihnen reflektieren in ihren Arbeiten den Krieg. (Zeit online) © Kateryna Buchatska © Bella Logachova © Danylo Movchan © Sergey Zakharov
Igor Samojlenko: „ANTHROPOPHAGEN“
Igor Samojlenko ANTHROPOPHAGEN Wir kennen sie gut, sie zogen uns groß und leben noch heute. Der Turnlehrer neben der Reckstange, um die sich das Lamm unseres Körpers dreht. Unsere nimmersatten Therapeuten mit ihrem Geheimtipp: Ketodiät. Unsere Feinschmecker, die Träume. Auf den Lattenrosten werden wir gegrillt. Mama, Papa, halb irr vor Hunger, erst nach Jahrzehnten von … Weiterlesen Igor Samojlenko: „ANTHROPOPHAGEN“
Spende für Waisenkinder in Uganda
Wer gerade 300 € vom Staat bekommen hat, diese Summe aber nicht so dringend braucht wie die hungernden Waisenkinder in Uganda, wäre ein jetzt guter Spender <a href="http://<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freiner.grundman%2Fposts%2Fpfbid0J8jponSRvpmqWNnGCr8gkMamtTw6LaUWwGcywtMxCcgQjsLu4PNnhpG3R5X4VcfTl&show_text=true&width=500" width="500" height="451" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share">http://<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freiner.grundman%2Fposts%2Fpfbid0J8jponSRvpmqWNnGCr8gkMamtTw6LaUWwGcywtMxCcgQjsLu4PNnhpG3R5X4VcfTl&show_text=true&width=500" width="500" height="451" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share"></iframe> .
Matteo Salvini: „Viel Feind‘, viel Ehr‘! – Molti nemici, tanto onore!“
In der Regel fällt die Ahnungslosigkeit eines Redners oder seiner Zuhörerschaft nicht während einer intellektuell mehr oder weniger anspruchsvollen Ansprache im engen Rahmen einer Bildungsveranstaltung auf, sondern tritt eher bei politischen Massenkundgebungen in Erscheinung. Wenn beispielsweise Matteo Salvini als Echo des faschistischen Diktators Benito Mussolini den uralten deutschen Schlachtruf: Viel Feind‘, viel Ehr‘! – Molti … Weiterlesen Matteo Salvini: „Viel Feind‘, viel Ehr‘! – Molti nemici, tanto onore!“
Ulrich Koch im Herbst 2022
Bücher online (Masuhr)
Über den Autor Karl F. Masuhr ist Neurologe, Psychiater und Buchautor. Er stammt aus einer Künstler- und Arztfamilie, studierte Medizin, Philosophie, Film- und Theaterwissenschaft, promovierte an der Kölner Universität. Nach Ausbildung zum Facharzt an der Heidelberger Universität war er als Ass. Professor und Oberarzt an der FU Berlin tätig, danach Neurologie-Chefarzt am Klinikum Mittelmosel. Sein … Weiterlesen Bücher online (Masuhr)
Magische Sentenzen (Ulrich Koch)
Einen philosophisch-reflexiven Zugang zum Alltag und zur Natur wählt der deutsche Autor Ulrich Koch in seinem Band „Dies ist nur ein Auszug aus einem viel kürzeren Text“. (…) Leben und Schreiben verschmelzen und durchdringen osmotisch die Wahrnehmungs- und Gedankenwelt, weil die eine in die andere hinüberfließt. „Wir sind nie verloren ohne Rettung, / solange wir … Weiterlesen Magische Sentenzen (Ulrich Koch)
Dichtung ohne Grenzen 3
Ein neues Aufgabengebiet eröffnete sich unabhängigen Ärztinnen und Ärzten auch außerhalb europäischer Grenzen. Darüber berichtet die Schriftstellerin und Ärztin Inga Wißgott, die zwei Gedichtbände über Medizinisches und Menschliches und einen Bericht über ihren Einsatz als Chirurgin in Afrikas Krisenregionen publizierte: Ärztin ohne Grenzen (2009). Auf die Frage, wie sie auf die Idee gekommen sei, mit den Ärzten ohne Grenzen nach Afrika zu gehen, antwortete sie, ihre Mutter, selbst Ärztin, habe ihr schon früh von Albert Schweitzer (1875–1965) erzählt, der sich der Humanität verschrieben und in Afrika ein Spital aufgebaut hatte. Aus eigenem Antrieb leisten Medizinerinnen und Mediziner vieler Länder humanitäre Nothilfe für Flüchtlinge auf See, in gefährlichen Situationen von Krieg und Gewalt, Naturkatastrophen und Epidemien. Seit der Verleihung des Friedensdoppelpreises an den Arzt und Schriftsteller Albert Schweitzer (1952) wurden couragierte Mediziner nur selten damit ausgezeichnet, zuletzt die Mitglie- der der beiden Ärzteorganisationen International Physicians for the Preven- tion of Nuclear War (1985) und Médecins Sans Frontières (1999). Der französische Internist und spätere Gesundheitsmininster Bernard Kouchner (*1939) war von 1971–1977 erster Vorsitzender der MSF und gründete drei Jahre später die zweite Hilfsorganisation Médecins du Monde (MDM). Es lohnte sich, Biographien jener Autorinnen und Autoren beizuziehen, die wie Inga Wißgott und Bernard Kouchner ebenfallsin Afrika für die MSF ärztlich tätig gewesen sind, zumal die postkoloniale Literatur und damit verbundene Gender-Studien zunehmende Bedeutung für interkulturelle Diskurse gewinnen. Dazu gehören Alain Dubos (Algerien), Jean- Christophe Rufin (Tunesien, Eritrea), Vladan Radoman (Biafra) oder auch Henry Shore (Uganda); Sanitätsoffiziere waren die Autoren Gilbert Schlogel, JeanPierre Garen (Algerien), Frantz Fanon (Algerien, Ghana) und An-tonio Lobo Antunes (Angola). Sie verfassten kritische Berichte über die ehemaligen Kolonien wie früher schon der Afrikaforscher, Arzt und Schriftsteller Mungo Park, der 35jährig anno 1886 im Niger ertrank und der Lyriker Jan Jakob Slauerhoff (Marokko), der jahrelang als Schiffsarzt um die Welt fuhr, sowohl an Malaria als auch an Tuberkulose litt und 1936 im 39. Lebensjahr starb; oder auch der Novellist, Lyriker und Mili- tärarzt Francis Brett Young (Südafrika), der im Sanitätsoffiziersdienst an Typhus erkrankte wie der Kriminalromanschreiber Arthur Conan Doyle (Südafrika) und die jeder Infektion und Anfechtung widerstehende „Wüs- tenärztin“ Harriet Straub (Mali, Algerien, Tunesien), vor allem aber die afrikanischen Autorinnen und Autoren: Die Kinderärztin Margaret Atieno Ogola (Kenia), die den Essay Education in Human Love (2002) und den Roman I swear by Apollo (2003) verfasste, aber auch die AIDS-Prävention vorantrieb; der Ägypter Alaa Al-Aswani, der sich in den Gruppierungen Ärzte für den Wandel und Schriftsteller für den Wandel engagierte, ferner der Arzt, Erzähler und UNBotschafter Davidson Nicol (Sierra Leone, Nigeria) und sein Landsmann, der Romancier und Arzt Raymond Sarif Easmon (Sierra Leone), der das skurrile Lustspiel Teurer Vorfahr und der Chirurg Lenrie Peters (Sierra Leone, Gambia), der mít seinen Gedichten nichts als die Würde des Menschen einforderte: That spirit which asks no favour / of the world / But to have dignity. Diese Forderung stellen auch Verteidiger der Menschenrechte in Nordafri- ka wie Moncef Marzouki (Tunesien) und die Frauenrechtlerin Nawal El Saadawi (Ägypten), die bei ihrer ärztlichen Tätigkeit herausfand, was Krankheit und Armut mit Politik, Macht und Religion zu tun haben: Das geschriebene Wort wurde mein Akt der Rebellion gegen Ungerechtigkeit im Namen von Religion oder Macht oder Liebe.







