Neue Rezensionen und Reaktionen

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K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

 

 

Auf der Suche nach frühen Spuren der Psychosomatik in der Dramen- und Prosaliteratur finden sich wegweisende Texte von Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler. Diese Mediziner befassten sich eingehend mit dem Leib-Seele-Problem. Einige ihrer ersten Beobachtungen und Einsichten gingen unmittelbar in die Dichtkunst und damit in die Weltliteratur ein. Als Arztsöhne rebellierten sie nicht nur gegen ihre Väter, sondern auch gegen die herrschende Medizin und Gesellschaft.
Friedrich Schiller wurde als Autor der Freiheitsdramen „Die Räuber“ (1782) „Don Carlos“ (1787) und „Wilhelm Tell“ (1804) berühmt; er war Sohn eines Wundarztes und studierte an der Stuttgarter Militärakademie Medizin. Der angehende Regimentsmedikus hatte schon vor der triumphalen Mannheimer Uraufführung seines Schauspiels „Die Räuber“ (1782) drei Studien verfasst, die sich mit philosophischen, physiologischen und psychosomatischen Problemen beschäftigten.
Georg Büchner. Auch der Dramendichter und Privatdozent Georg Büchner kann als ein Vorbote psychosomatischen Denkens in der naturwissenschaftlichen Medizin angesehen werden. Sein Vater war Chirurg und Kreisarzt von Darmstadt. Georg Büchner führte eine erbitterte Auseinandersetzung mit der restaurativen Biedermeier-Gesellschaft und wurde darüber zum Revolutionär. Seine bekanntesten Werke sind “Dantons Tod„ (1835) und „Woyzeck“ (1836).
Arthur Schnitzler. An der Wende zum 20. Jahrhundert war es der Arzt, Dramatiker und Erzähler Arthur Schnitzler, Sohn eines Wiener Laryngologen, der ausgehend von seinen Studien zur hypnotischen und suggestiven Therapie funktioneller (psychogener) Störungen, ein Bindeglied zwischen Literatur und Psychoanalyse herstellte, um vorbewusste Vorgänge des Seelenlebens darstellen zu können. Er entwickelte mit den Novellen Lieutenant Gustl (1900) und Fräulein Else (1924) die Erzählform des „inneren Monologs“ für die deutsche Sprache.
50 weitere Dichter, Ärzte und Rebellen – von Francois de Rabelais und Johann Christian Günther über John Keats und Justinus Kerner bis hin zu Alfred Döblin, Rainald Goetz und Jon A. Mukand– werden hier vorgestellt. Im 20. Jahrhundert kamen auch Dichterinnen und Ärztinnen wie Harriet Straub, Charlotte Wolff und Hertha Nathorff zu Wort, die sich für die Frauenbewegung einsetzten. Diese Autoren/Autorinnen verfügen über ein besonderes Sensorium, um das wahrzunehmen, was sie als Ärzte und Ärztinnen, als Dichter und Dichterinnen betrifft, worum es in der Kunst und Medizin geht und was sie selbst angeht, weil es ihnen nahegeht. Welche Beobachtungen und Erlebnisse auch immer in Literatur verwandelt werden, die ärztliche Tätigkeit verhilft ihnen zu einzigartigen Erfahrungen im Umgang mit menschlichem Leben und Leiden.
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Frankfurter Buchmesse

 In diesem Jahr sind drei meiner Bücher auf der Buchmesse in Frankfurt:
1. Ärzte, Dichter und Rebellen, Würzburg 2018
2. Neurologie Duale Reihe (E-Book), Stuttgart 2016
3. Die Visite, Berlin 2014
 Sehr interessante biografische Details, auch von zahlreichen mir bislang unbekannten Schriftsteller/Ärzten, eine großartige Idee! (Prof. Dr. Reinhold Grün, 7.10.2018)

”Ärzte, Dichter und Rebellen – psychosomatische Aspekte ihres Wirkens.”

Das Werk eines bekannten Nervenarztes ist jetzt mein Lieblingsbuch. Es handelt von Ärzten, die Dichter waren, darunter auch Ärztinnen, dir wie ihr Vorbild Albert Schweitzer, über ihre Arbeit und Abenteuer in Afrika auf poetische Weise berichtet haben: Ärzte und Ärztinnen ohne Grenzen. Ihr Mut ist bewundernwert, doch sie sind weder Helden noch Genies. Sie geraten wie ihre literarischen Anti-Helden in seelische Krisen, leisten aber Widerstand gegen Diktatoren und müssen fliehen oder werden eingesperrt, einige auch getötet.
Was mich fasziniert: Alle kämpfen mit medizinischen und ästhetischen Mitteln gegen die Vergänglichkeit. Ein berührendes Buch. Und dann muß man wieder lachen, wenn man liest, dass ein berühmter Arzt, Dichter und Rebell ohnmächtig wird, sobald er Blut sieht.

Was geht einem schreibenden Arzt nahe, was bewegt ihn bzw. sie? In 53 Kurzbiografien schildert der Autor, was seine Protagonisten zu Rebellen machte und macht. Die sorgfältig recherchierten Lebensbilder werden verknüpft mit reichhaltigen und tiefgründigen, auch überraschenden und kritischen Erläuterungen der Zusammenhänge von psychosomatischen Phänomenen mit den Einflüssen der Zeitgeschichte. Zahlreiche Zitate aus der Literatur bele-gen die widerständige Haltung schreibender Ärzte in der Vergangenheit bis in die heutige Zeit. Masuhr lässt zahlreiche Stimmen aus Medizin, Psychologie, Philosophie, Geschichte, Kultur- und Neurowissenschaften zu Wort kommen und diskutiert die Aussagen kenntnis-reich und wohlbegründet. Wie by the way entstand so ein Panorama humanen und humanis-tischen Denkens, das auch und gerade in unserer Gegenwart wegweisend wirken kann.  (buchkatalog.de)

Nun äußert sich auch erstmals der Buchhandel, obwohl der Verlag offenbar mit der Auslieferung nicht überall nachkommt:

Bewertung von Alex Maurer, Buchhändler aus Ulm am 20.09.2018
Mein Buch des Jahres: Doktorspiele, Poesie und Gedankenfreiheit.
Als Buchhändler, der pflichtgemäß mindestens ein Buch pro Woche und dabei besonders gern Biografien liest, habe ich jetzt das Buch des Jahres ausgemacht: In dem neuen Werk des Neurologen Karl F. Masuhr (ein Bestsellerautor, der Fachbücher schreibt) geht es um die abenteuerlichen Lebens- und Liebesgeschichten von mehr als 50 Ärzten, die Dichter waren. Das Buch enthält ebenso viele Abbildungen von Dichtern – und Dichterinnen.
In jedem Fall stellt sich die spannende Frage, warum sie eigentlich zu Rebellen und Rebellinnen wurden. Man erfährt zahllose Details, die mir neu waren: Viele Dichter waren Arztsöhne (z .B. Schiller, Büchner, Schnitzler, Cervantes, Hemingway, Dostojewski, Flaubert und Proust), kamen also aus gut situierten Familien, doch sie lehnten sich auf gegen ihre Väter und „Landesväter“, wie Masuhr schreibt, allesamt Fürsten und Diktatoren. Die Dichter forderten vor allem Gedankenfreiheit, die Dichterinnen auch mehr Frauenrechte. Ihre Bücher hat man grundsätzlich zensiert und häufig verboten.Sie leisteten Widerstand, gerieten in Krisen und schrieben Weltliteratur. Davon erzählt dieses Buch auf 300 Seiten, sachlich, kritisch und humorvoll, aber auch mit auffälliger Vorliebe für Lebens- und Liebesgeschichten voller Romantik. So kann man etwa Liebesgedichte der Ärzte J. Keats und W .C .Williams im englischen Original und in deutscher Übersetzung (H.M. Enzensberger) lesen, Doktorspiele, Lyrik und Gedankenfreiheit. Trotz vieler Fußnoten und Anmerkungen ein wahres Lesevergnügen!

Die Frankfurter Buchmesse

Jetzt hat die Bücherlese begonnen. Die AutorInnen warten auf den Eingang der Rezensionen und denken schon an die Buchmesse in Frankfurt a. M. Ich war schon mal dort, mitten im Trubel oder in der Wartehalle („Lounge für Autoren“), selten auch auf Parties der Verlage. Früher gab es einen großen Empfang von Luchterhand für Günter Grass (Smoking). Später gab es öfter Demos. Und im letzen Jahr demonstrierten rechte (Verlage). Die BuchautorInnen sind natürlich vor allem von den eigenen Novitäten beeindruckt, falls es überhaupt zur Geltung kommt.  Wenn Dein Buch bei einem Verlag ausgestellt wird, findest Du es leicht. Nur die kleinen Verlage sind kaum in der Menge der Aussteller auszumachen.

Es sind auffallend viele junge Messebesucherda, auch Kids, die nicht in Comics, sondern sogar in wissenschaftlichen Büchern blättern!NIMG_2083

Neurologie

Ärzte der Welt – Médecins du Monde

Ärzte der Welt – München – International

Médecins du Monde wurde am 7. März 1980 durch den französischen Arzt und Politiker Bernard Kouchner und 14 weiteren Ärzte gegründet. Kouchner war bereits 1971 an der Gründung der Organisation Médecins Sans Frontières (MSF) wesentlich beteiligt, die im deutschsprachigen Raum auch als Ärzte ohne Grenzen bekannt ist. Ab 1977 kam es jedoch zunehmend zu Differenzen zwischen ihm und der Führung von MSF. Dies betraf vor allem die Frage, wie Hilfskräfte mit Verstößen gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht umgehen sollten, deren Zeuge sie im Rahmen ihrer Einsätze wurden. Die endgültige Trennung zwischen MSF und Kouchner erfolgte 1980 als Folge eines Hilfseinsatzes Kouchners für vietnamesische Bootsflüchtlinge. Obwohl der Einsatz letztlich erfolgreich war, wurde er von der Mehrheit der MSF-Mitglieder nicht unterstützt. Kouchner entschloss sich daraufhin, mit Médecins du Monde eine neue Organisation zu gründen, und war von 1980 bis 1982 deren erster Präsident.

Bernard Kouchner

Ärzte der Welt Archive - Praktikolumne
Gesundheitsversorgung für Alle – Jetzt unterschreiben!

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Jericho-Child–Stiftung Uganda

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Ärzte und Ärztinnen ohne Grenzen

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Bücher von Joachim Widmann

Kriminalroman-Serie von Joachim Widmann

Shitstorm. Ein Thriller mit Sibel Schmitt (2020)
Klappentext: Brutale Kindermorde halten Berlin in Atem. Falschmeldungen und Gerüchte heizen einen Shitstorm in Internet und Medien an. Es gibt kein Halten mehr.
Wer steckt dahinter, welches Kalkül? Was ist dran an den Verschwörungsgerüchten? Eine Journalistin versucht, die Wahrheit zu ergründen. Wird getötet. Ein Anschlag mit militärischen Mitteln, mitten in Berlin.Die NATO verhängt die höchste Geheimhaltungsstufe.Wilde Demonstrationen eskalieren zu Gewaltausbrüchen.Ein Daten-Hack, der weltweit Geheimdienste aufscheucht, verhilft Sibel Schmitt vom BKA zu den entscheidenden Informationen. Unvermeidlich wird sie bei ihren Ermittlungen selbst zur Zielscheibe. Die Morde erweisen sich als kleinster Teil eines weltumspannenden Puzzles. Und als Antrieb für selbsternannte Heimatschützer ohne jede Hemmung.

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Joachim Widmann ist ein Berliner Medienmanager und Journalist. Er war unter anderem Chefredakteur einer Nachrichtenagentur und einer Regionalzeitung und ist heute Mitinhaber und Leiter zweier Journalistenschulen.

s. a. Bücher von J. M. Holland

Bücher von Katharina Born

Ein lebendiges und sehr persönliches Bild des Literaturbetriebs der sechziger und siebziger Jahre in größtenteils unveröffentlichten Briefen. Nicolas Born widersetzte sich stets allen Versuchen der Einordnung als politischer Schriftsteller, als Vertreter der sogenannten »Neuen Innerlichkeit«, als Naturlyriker oder Popliterat. Seine in diesem Band aufgenommenen Briefwechsel mit einigen der engsten Freunde dokumentieren ein Beziehungsgeflecht aus gemeinsamem Engagement, kollegialem Interesse und Freundschaft, wie es die sechziger und siebziger Jahre bestimmte. Gleichzeitig erfährt man von politischer Uneinigkeit, der jeweiligen persönlichen literarischen Entwicklung und dem Abgrenzungsverlangen des Einzelnen. Darüber hinaus entsteht anhand von Briefen an frühe Lehrer, Freunde, Kollegen und die Familie ein perspektivenreiches Porträt, das Borns Vorstellungen über das Schreiben, seine Kriterien für Literatur und seine Sicht der Gesellschaft aufdeckt. Die Briefsammlung zeugt von der großen Unabhängigkeit seines Denkens, mit dem Born seiner Zeit häufig voraus war. Briefwechsel mit: Hermann Peter Piwitt, Friedrich Christian Delius, Peter Handke, Jürgen Theobaldy, Günter Kunert Briefe an: Johannes Bobrowski, Rolf-Dieter Brinkmann, Hugo Dittberner, Günter Grass, Peter Handke, Helmut Heißenbüttel, Walter Höllerer, Uwe Johnson, Alfred Kolleritsch, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, Michael Krüger, Reinhard Lettau, Ernst Meister, Dieter Wellershoff und viele andere.

s. a. Bücher von Ulrich Koch

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s. a. Bücher von Helmut Milz

Bücher von (FB-) Freund*en: Bettina Schott

Bettina Schott (Bettina Daiber)

Traumhelferin: Es sind ganz wundervolle Verse, die den Kindern beim Einschlafen helfen und bis in die Traumwelt folgen dürfen. Es lädt irgendwie zum Weiterreimen ein. Statt Schafe zählen, lieber reimen. (Cindy 7.11.2011)

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Volturnus schläft: In dem wunderbar geschriebenen Roman von Bettina Schott haben mich vor allem die Sprachgewandtheit der Autorin überzeugt. Da ist kein Wort zuviel, aber auch keines zu wenig, jedes Wort trifft. (Kerstin Ackermann, 14.9. 2015)

Lies auch die Bücher von J. M. Holland

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Lies auch die Bücher von Joachim Widmann

Karadzic – Arzt, Dichter und Verbrecher

Die Sprengkraft der Verbindung von Medizin und Literatur – Radovan Karadzic

** FILE ** In this April 15,1995 file photo, Bosnian Serb wartime leader, Radovan Karadzic, second right, and his general Ratko Mladic, first left, walk accompanied by bodyguards on Mount Vlasic frontline. Former Bosnian Serb leader Radovan Karadzic, a war crimes fugitive and one of the world’s most wanted men, was arrested on Monday evening July 21, 2008 in a sweep by Serbian security forces, the country’s president said. (AP Photo/Sava Radovanovic, File) Radovan Karadzic (2.v.r.), damaliger Präsident der „Republika Srpska“, der selbsternannten serbischen Teilrepublik in in Bosnien und Herzegowina, am 15. April 1995 mit seinem General Ratko Mladic (l.) und Bodyguards an der Frontlinie im Vlasic-Gebirge.

Aktuelle Pandemie-Regeln

Alles zur Corona-Formel AHA+A+L-GGG und mehr: Achten Sie auf Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, App und Lüften. Meiden Sie geschlossene Räume, Gruppen und Gedränge sowie lebhafte Gespräche dicht an dicht. © ZEIT ONLINE

Das Coronavirus verbreitet sich gerade sehr schnell. Nun liegt es an jedem Einzelnen, sich und andere zu schützen. Das Gute: Wir wissen mehr als noch im März, als Sars-CoV-2 uns alle in den Lockdown zwang. Was jetzt hilft, ganz gleich in welcher Stadt oder welchem Bundesland Sie leben, ob schon Risikogebiet oder nicht: Die folgenden Dinge gelten universell – von Abstand, Hygiene, Masken, was Räume und Gruppen betrifft, bis zum Lüften. Drucken Sie sich diesen Leitfaden aus, teilen Sie ihn und vielleicht heften Sie ihn an Kühlschrank und schwarze Bretter.

CORONA-Regeln

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/corona-verhaltensregeln-hygieneregeln-haendewaschen-abstand-maske-infektionsschutz

Corona-Verhaltensregeln: Alles zur Corona-Formel AHA+A+L-GGG und mehr: Achten Sie auf Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, App und Lüften. Meiden Sie geschlossene Räume, Gruppen und Gedränge sowie lebhafte Gespräche dicht an dicht.

Von Linda Fischer, Maria Mast und Sven Stockrahm • Illustration: Annick Ehmann 17. Oktober 2020

Halten Sie Abstand

Achten Sie auf Hygiene

Mindestens 1,5 Meter – also etwa die Länge von 1,5 Einkaufswagen, die man vor sich herschiebt. Diese Distanz kann eine Ansteckung über Tröpfchen, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen, verhindern, weil die meisten von ihnen innerhalb dieses Radius zu Boden fallen. Gegen kleinere Tröpfchen, die Aerosole, hilft der Abstand allerdings kaum. Da sie sich auch über die Luft verbreiten und besonders in geschlossenen Räumen stehen bleiben, brauchen wir weitere Vorsichtsmaßnahmen.

Ob und wie lange Viruspartikel auf Oberflächen infektiös sind, ist nicht ganz klar. Bis wir das besser wissen, gilt: Regelmäßiges Händewaschen – mindestens 20 bis 30 Sekunden lang oder so lange, wie es dauert, zweimal Happy Birthday zu singen – hilft gegen alle möglichen Infektionen. Besser übrigens als ständiges Desinfizieren. Fassen Sie sich bestenfalls nicht ins Gesicht. Waren Sie draußen unterwegs, waschen Sie direkt die Hände, wenn Sie nach Hause kommen.

Richtigstellung typischer Desinformation zu Virus-Infektionen

Immer wieder wird in den sozialen Medien behauptet, die COVID-19-Pandemie sei nicht gefährlicher als die jährliche Grippewelle und die staatlich verordneten Präventionsmaßnahmen seien ebenso willkürlich wie überflüssig. Die unbedingt notwendige soziale Distanz und im Infektionsfall erforderliche Quarantäne wird sogar als „Isolationsfolter“ bezeichnet. Das Robert Koch-Institut hat demgegenüber von Anfang an auf dieses Problem hingewiesen und in sachlicher Form Desinformationen aller Art zurückgewiesen:

Richtigstellung:

In der vergleichenden Betrachtung der Grippewellen der letzten 3 Saisons ist für 2020 das schnelle Abklingen der Influenzaaktivität und eine um mindestens 2 Wochen kürzere Dauer der Grippewelle auffällig.

Zu dieser Verkürzung, die sich auch in dem abrupten Rückgang der ARE-Raten in der Bevölkerung bei GrippeWeb zeigte, dürften wie das Epidemiologische Bulletin 16/2020 ausführt, die bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung der COVID-19-Pandemie in Deutschland erheblich beigetragen haben.

Da Kinder für die Verbreitung der jährlichen Grippe eine wesentliche Rolle spielen, sind hier insbesondere die Schulschließungen ab der 12. KW 2020 zu nennen. (RKI)

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/16/Art_02.html;jsessionid=B036469FC1EB546D9F88886427CD6777.internet061

Doch in den sozialen Medien wird häufig unwidersprochen von reiner „Panikmache“ geredet, obwohl die Covid-19-Pandemie jetzt schon dreimal mehr Todesopfer als Verkehrstote (2019) forderte und die Summe der letalen Infektionen bei Grippe (Influenza), Masern, AIDS und Tuberkulose wesentlich übersteigt.

Ärztin nach Appell an Corona-Leugner: „Ich sehe ja die Patienten, ich bilde sie mir nicht ein“

  • Sie bekommt täglich die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit: Carola Holzner ist Notfallmedizinerin am Universitätsklinikum Essen.
  • Vor einigen Tagen setzte sie einen emotionalen Facebook-Appell ab. Der Artikel wurde tausendfach geteilt und kommentiert.
  • Darin findet die Ärztin deutliche Worte für Corona-Leugner und Maskenverweigerer – und schockt mit einem Bild.

Dass es Maskenverweigerer und Corona-Leugner gibt, die auf Demonstrationen ohne Maske nah beieinander stehen und das System niederbrüllen – das ist ja nicht neu. Bei mir war es an dem Tag aber so, dass ich Dienst in der Notaufnahme hatte und fast 24 Stunden als Oberärztin vor Ort war, weil wir an diesem Tag einen Notfall nach dem anderen bekamen. Ein Teil davon waren auch Covid-19-Patienten, wir haben tatsächlich fast stündlich welche aufgenommen. Ich glaube, es waren siebzehn. Auch in den Tagen davor hatten wir einen Anstieg erlebt.

The human coronavirus causes respiratory infections (colds), and gastroenteritis. Image made from a transmission electron microscopy view. Approximate viral diameter: 80 to 160 nm. (Photo by: Cavallini James/BSIP/Universal Images Group via Getty Images)

Wie man mit Menschen umgeht, die keine Maske tragen, jeden umarmen wollen oder Corona leugnen.

Anette, ein Heldinnenepos von Anne Weber. Deutscher Buchpreis 2020

Sie glaubt nicht an Gott, aber er an sie.“

Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher ― wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel »Gerechte unter den Völkern« erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit großer Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert er dafür? Wie weit darf er gehen? Was kann er erreichen? Annette, ein Heldinnenepos erzählt von einer wahren Heldin, die uns etwas angeht.

Matthes & Seitz Berlin; 1. Auflage (28. Februar 2020)

https://arztdichter.net/2019/02/09/blick-ins-buch/


Dichterinnen, die Ärztinnen waren

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Arzt-Dichter: Eine revolutionäre Mischung

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http://www.aerzteblatt.de

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