Neue Rezensionen und Reaktionen

Hervorgehoben

K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

 

 

Auf der Suche nach frühen Spuren der Psychosomatik in der Dramen- und Prosaliteratur finden sich wegweisende Texte von Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler. Diese Mediziner befassten sich eingehend mit dem Leib-Seele-Problem. Einige ihrer ersten Beobachtungen und Einsichten gingen unmittelbar in die Dichtkunst und damit in die Weltliteratur ein. Als Arztsöhne rebellierten sie nicht nur gegen ihre Väter, sondern auch gegen die herrschende Medizin und Gesellschaft.
Friedrich Schiller wurde als Autor der Freiheitsdramen „Die Räuber“ (1782) „Don Carlos“ (1787) und „Wilhelm Tell“ (1804) berühmt; er war Sohn eines Wundarztes und studierte an der Stuttgarter Militärakademie Medizin. Der angehende Regimentsmedikus hatte schon vor der triumphalen Mannheimer Uraufführung seines Schauspiels „Die Räuber“ (1782) drei Studien verfasst, die sich mit philosophischen, physiologischen und psychosomatischen Problemen beschäftigten.
Georg Büchner. Auch der Dramendichter und Privatdozent Georg Büchner kann als ein Vorbote psychosomatischen Denkens in der naturwissenschaftlichen Medizin angesehen werden. Sein Vater war Chirurg und Kreisarzt von Darmstadt. Georg Büchner führte eine erbitterte Auseinandersetzung mit der restaurativen Biedermeier-Gesellschaft und wurde darüber zum Revolutionär. Seine bekanntesten Werke sind “Dantons Tod„ (1835) und „Woyzeck“ (1836).
Arthur Schnitzler. An der Wende zum 20. Jahrhundert war es der Arzt, Dramatiker und Erzähler Arthur Schnitzler, Sohn eines Wiener Laryngologen, der ausgehend von seinen Studien zur hypnotischen und suggestiven Therapie funktioneller (psychogener) Störungen, ein Bindeglied zwischen Literatur und Psychoanalyse herstellte, um vorbewusste Vorgänge des Seelenlebens darstellen zu können. Er entwickelte mit den Novellen Lieutenant Gustl (1900) und Fräulein Else (1924) die Erzählform des „inneren Monologs“ für die deutsche Sprache.
50 weitere Dichter, Ärzte und Rebellen – von Francois de Rabelais und Johann Christian Günther über John Keats und Justinus Kerner bis hin zu Alfred Döblin, Rainald Goetz und Jon A. Mukand– werden hier vorgestellt. Im 20. Jahrhundert kamen auch Dichterinnen und Ärztinnen wie Harriet Straub, Charlotte Wolff und Hertha Nathorff zu Wort, die sich für die Frauenbewegung einsetzten. Diese Autoren/Autorinnen verfügen über ein besonderes Sensorium, um das wahrzunehmen, was sie als Ärzte und Ärztinnen, als Dichter und Dichterinnen betrifft, worum es in der Kunst und Medizin geht und was sie selbst angeht, weil es ihnen nahegeht. Welche Beobachtungen und Erlebnisse auch immer in Literatur verwandelt werden, die ärztliche Tätigkeit verhilft ihnen zu einzigartigen Erfahrungen im Umgang mit menschlichem Leben und Leiden.
Hervorgehoben

Frankfurter Buchmesse

 In diesem Jahr sind drei meiner Bücher auf der Buchmesse in Frankfurt:
1. Ärzte, Dichter und Rebellen, Würzburg 2018
2. Neurologie Duale Reihe (E-Book), Stuttgart 2016
3. Die Visite, Berlin 2014
 Sehr interessante biografische Details, auch von zahlreichen mir bislang unbekannten Schriftsteller/Ärzten, eine großartige Idee! (Prof. Dr. Reinhold Grün, 7.10.2018)

”Ärzte, Dichter und Rebellen – psychosomatische Aspekte ihres Wirkens.”

Das Werk eines bekannten Nervenarztes ist jetzt mein Lieblingsbuch. Es handelt von Ärzten, die Dichter waren, darunter auch Ärztinnen, dir wie ihr Vorbild Albert Schweitzer, über ihre Arbeit und Abenteuer in Afrika auf poetische Weise berichtet haben: Ärzte und Ärztinnen ohne Grenzen. Ihr Mut ist bewundernwert, doch sie sind weder Helden noch Genies. Sie geraten wie ihre literarischen Anti-Helden in seelische Krisen, leisten aber Widerstand gegen Diktatoren und müssen fliehen oder werden eingesperrt, einige auch getötet.
Was mich fasziniert: Alle kämpfen mit medizinischen und ästhetischen Mitteln gegen die Vergänglichkeit. Ein berührendes Buch. Und dann muß man wieder lachen, wenn man liest, dass ein berühmter Arzt, Dichter und Rebell ohnmächtig wird, sobald er Blut sieht.

Was geht einem schreibenden Arzt nahe, was bewegt ihn bzw. sie? In 53 Kurzbiografien schildert der Autor, was seine Protagonisten zu Rebellen machte und macht. Die sorgfältig recherchierten Lebensbilder werden verknüpft mit reichhaltigen und tiefgründigen, auch überraschenden und kritischen Erläuterungen der Zusammenhänge von psychosomatischen Phänomenen mit den Einflüssen der Zeitgeschichte. Zahlreiche Zitate aus der Literatur bele-gen die widerständige Haltung schreibender Ärzte in der Vergangenheit bis in die heutige Zeit. Masuhr lässt zahlreiche Stimmen aus Medizin, Psychologie, Philosophie, Geschichte, Kultur- und Neurowissenschaften zu Wort kommen und diskutiert die Aussagen kenntnis-reich und wohlbegründet. Wie by the way entstand so ein Panorama humanen und humanis-tischen Denkens, das auch und gerade in unserer Gegenwart wegweisend wirken kann.  (buchkatalog.de)

Nun äußert sich auch erstmals der Buchhandel, obwohl der Verlag offenbar mit der Auslieferung nicht überall nachkommt:

Bewertung von Alex Maurer, Buchhändler aus Ulm am 20.09.2018
Mein Buch des Jahres: Doktorspiele, Poesie und Gedankenfreiheit.
Als Buchhändler, der pflichtgemäß mindestens ein Buch pro Woche und dabei besonders gern Biografien liest, habe ich jetzt das Buch des Jahres ausgemacht: In dem neuen Werk des Neurologen Karl F. Masuhr (ein Bestsellerautor, der Fachbücher schreibt) geht es um die abenteuerlichen Lebens- und Liebesgeschichten von mehr als 50 Ärzten, die Dichter waren. Das Buch enthält ebenso viele Abbildungen von Dichtern – und Dichterinnen.
In jedem Fall stellt sich die spannende Frage, warum sie eigentlich zu Rebellen und Rebellinnen wurden. Man erfährt zahllose Details, die mir neu waren: Viele Dichter waren Arztsöhne (z .B. Schiller, Büchner, Schnitzler, Cervantes, Hemingway, Dostojewski, Flaubert und Proust), kamen also aus gut situierten Familien, doch sie lehnten sich auf gegen ihre Väter und „Landesväter“, wie Masuhr schreibt, allesamt Fürsten und Diktatoren. Die Dichter forderten vor allem Gedankenfreiheit, die Dichterinnen auch mehr Frauenrechte. Ihre Bücher hat man grundsätzlich zensiert und häufig verboten.Sie leisteten Widerstand, gerieten in Krisen und schrieben Weltliteratur. Davon erzählt dieses Buch auf 300 Seiten, sachlich, kritisch und humorvoll, aber auch mit auffälliger Vorliebe für Lebens- und Liebesgeschichten voller Romantik. So kann man etwa Liebesgedichte der Ärzte J. Keats und W .C .Williams im englischen Original und in deutscher Übersetzung (H.M. Enzensberger) lesen, Doktorspiele, Lyrik und Gedankenfreiheit. Trotz vieler Fußnoten und Anmerkungen ein wahres Lesevergnügen!

Die Frankfurter Buchmesse

Jetzt hat die Bücherlese begonnen. Die AutorInnen warten auf den Eingang der Rezensionen und denken schon an die Buchmesse in Frankfurt a. M. Ich war schon mal dort, mitten im Trubel oder in der Wartehalle („Lounge für Autoren“), selten auch auf Parties der Verlage. Früher gab es einen großen Empfang von Luchterhand für Günter Grass (Smoking). Später gab es öfter Demos. Und im letzen Jahr demonstrierten rechte (Verlage). Die BuchautorInnen sind natürlich vor allem von den eigenen Novitäten beeindruckt, falls es überhaupt zur Geltung kommt.  Wenn Dein Buch bei einem Verlag ausgestellt wird, findest Du es leicht. Nur die kleinen Verlage sind kaum in der Menge der Aussteller auszumachen.

Es sind auffallend viele junge Messebesucherda, auch Kids, die nicht in Comics, sondern sogar in wissenschaftlichen Büchern blättern!NIMG_2083

Neurologie

3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit

  • 200 Jahre nach der Französischen Revolution von 1789 fiel die Berliner Mauer.
    Weltweit war  ein überraschender Sieg der deutschen Demokraten und der finale Zusammenbruch des immobilen DDR-Regimes zu beobachten, ein glückliches Ende  –  ohne Gewalt, Terror oder die Gefahr des Übergangs in eine Schreckensherrschaft. Nach der Friedlichen Revolution ruhte auch der chronische Kalte Krieg.
  • Heute, mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung (offiziell: Herstellung der Einheit Deutschlands) gibt es im Deutschen Bundestag keine Alternative zur Demokratie.
  • Dasselbe trifft offenbar für eine Reihe anderer Nationen zu, sowohl für das Europäische Parlament als auch für den Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika. Weder die Einschränkung der Freiheitsrechte, die unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschlossen wurde („US-Patriot Act“) noch die verheerenden Kriege in Afghanistan und Irak schienen daran etwas grundlegend zu ändern.
  • Zehn Jahre nach „Nine-Eleven“, am 2. Mai 2011, wurde der Initiator des Anschlags, Osama Bin Laden, getötet. Damit war zwar keineswegs die Terrorgefahr im Inneren behoben, es gab viele islamistische Attentate. Aber auch nach einem weiteren Jahrzehnt brachten diese und weitere rechtsradikale Anschläge  die Demokratie in den USA nicht zur Strecke.

https://www.willy-brandt-biografie.de/wp-content/uploads/2017/04/1989_Brandt_Mauerfall_1503-760x507.jpg

Grüne Werte der Digitalisierung

Chris Piallat, geb. 1984, arbeitet zu gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Er ist Referent für Digital- und Netzpolitik für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Neben seiner politischen Beratung arbeitet er als Autor, Redakteur und Sprecher, u.a. für die Kulturstiftung des Bundes, die Berliner Gazette und die Heinrich-Böll-Stiftung. Er hat Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin, der Rutgers University New Jersey und der Universität Kassel studiert.

Der Herausgeber dieses neuen Bandes, C. Piallat, ist ein erfahrener Berliner Netzpolitiker, der rechtzeitig zum Ausgang der Bundestagswahl den wahren Wert der Digitalisierung für die Zukunft beschreibt. Zugleich zeigt er die normativen, also nicht nur die „normalen“ Lücken der digitalen Strukturen auf: wo es nicht nur hakt, sondern auch lichterloh brennt. Überraschenderweise wird den bewahrenden, eher konservativen Prinzipien oft kein geringerer Wert als dem innovativ progressiven Elan eingeräumt, den die Grünen derzeit versprühen.

Ein Buch nicht nur für Studierende und junge Unternehmer*innen.

Es geht den Autor*innen um den „digitalen Staat“, um unsere Grundrechte, Freiheiten und auch um das Gesundheitswesen der nahen Zukunft. Unter den hier versammelten namhaften Autoren kommt beispielsweise Christiane Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, zu Wort, die gemeinsam mit Sebastian Müller betont: „Selbstbestimmte Menschen können ihr Ideal eines erfüllten und guten Lebens selbst wählen, sie können sich eigene moralische Normen setzen, integer zu diesen Normen handeln und sie können ihre Geltungsansprüche in gesellschaftspolitische Diskurse einbringen.“ (S. 123) Bearbeiten Löschen


Der Wert der Digitalisierung

Cover: Die digitale Zukunft ist bereits Realität. Wir können den Wandel nicht weiter aussitzen, sondern müssen ihn gemeinsam aktiv gestalten. Doch welchen ethischen Herausforderungen müssen wir uns hierbei stellen? Wie wahren wir die Menschen-, Grund- und Bürgerrechte? Und wie können wir unsere Werte für die Gestaltung disruptiver Innovationen und der digitalen Zukunft nutzen?
Die Autor*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis zeigen auf, wie technologische Phänomene mit unseren Werten in Einklang gebracht werden können und diskutieren normative Impulse und Ideen für die Regelung des Gemeinwohls in der digitalen Welt.
Chris Piallat

Chris Piallat, geb. 1984, arbeitet zu gesellschaftspolitischen Fragen der Digitalisierung. Er ist Referent für Digital- und Netzpolitik für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Neben seiner politischen Beratung arbeitet er als Autor, Redakteur und Sprecher, u.a. für die Kulturstiftung des Bundes, die Berliner Gazette und die Heinrich-Böll-Stiftung. Er hat Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin, der Rutgers University New Jersey und der Universität Kassel studiert.

Digi-dies-Digi-das?

Ein Beispiel für Transformation und Integrität in freier Selbstbestimmung.

Der Wert der Digitalisierung, transcript Verlag

Der Herausgeber dieses neuen Bandes, C. Piallat, ist ein erfahrener Berliner Netzpolitiker, der rechtzeitig zum Ausgang der Bundestagswahl den wahren Wert der Digitalisierung für die Zukunft beschreibt. Zugleich zeigt er die normativen, also nicht nur die „normalen“ Lücken der digitalen Strukturen auf: wo es nicht nur hakt, sondern auch lichterloh brennt. Überraschenderweise wird den bewahrenden, eher konservativen Prinzipien oft kein geringerer Wert als dem innovativ progressiven Elan eingeräumt, den die Grünen derzeit versprühen.

Ein Buch nicht nur für Studierende und junge Unternehmer*innen.

Es geht den Autor*innen um den „digitalen Staat“, um unsere Grundrechte, Freiheiten und auch um das Gesundheitswesen der nahen Zukunft. Unter den hier versammelten namhaften Autoren kommt beispielsweise Christiane Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, zu Wort, die gemeinsam mit Sebastian Müller betont: „Selbstbestimmte Menschen können ihr Ideal eines erfüllten und guten Lebens selbst wählen, sie können sich eigene moralische Normen setzen, integer zu diesen Normen handeln und sie können ihre Geltungsansprüche in gesellschaftspolitische Diskurse einbringen“ (S. 123).
Der Rechtswissenschaftler Erik Hilgendorf (Würzburg) vermittelt Handlungsempfehlungen im Umgang mit KÜnstlicher Intelligenz zur Wahrung der Menschenwürde (S. 223). Francesca Schmidt und Nicole Shepard setzen sich für Geschlechtergerechtigkeit in der digitalen Transformation ein (S. 253). Tilman Santorius von der TU Berlin) befasst sich mit dem Beitrag der Digitalisierung zur Sicherung der Menschenrechte und zur Klimagerechtigkeit (S. 271).

Die insgesamt 25 Autor’innen bestätigen zwei zentrale Thesen des Herausgebers (S. 9):
„Wir erleben einen Zeitenbruch.“ Und: „Digitalisierung ist weder gut noch schlecht; schon gar nicht ist sie neutral. Sie ist das, was wir aus ihr machen.“ Dem kann man nur zustimmen.
(Marc S. Huf, 30.9.2021)


Chris Piallat

Verlag: Die digitale Zukunft ist bereits Realität. Wir können den Wandel nicht weiter aussitzen, sondern müssen ihn gemeinsam aktiv gestalten. Doch welchen ethischen Herausforderungen müssen wir uns hierbei stellen? Wie wahren wir die Menschen-, Grund- und Bürgerrechte? Und wie können wir unsere Werte für die Gestaltung disruptiver Innovationen und der digitalen Zukunft nutzen? Die Autor*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis zeigen auf, wie technologische Phänomene mit unseren Werten in Einklang gebracht werden können und diskutieren normative Impulse und Ideen für die Regelung des Gemeinwohls in der digitalen Welt.

Ulrich Koch: Neue Gedichte

DIES IST NUR DER AUSZUG AUS EINEM VIEL KÜRZEREN TEXT

Rezension

und Klappentext: »Das Schreiben hört nicht auf, es quält mich, endloser Schneefall«, heißt es an einer Stelle in diesem Band. An einer anderen: »Aus Platzgründen schreibe ich Gedichte« – und man kann sich fragen, weil sie kürzer sind oder weil darin mehr Platz hat? Mehr Schnee, mehr Hinterland mit Bahnübergängen, Fahrradständern, Löschteichen und den Wolken darin, mehr Unstillbares, mehr Sehnsucht. Eine Notiz lautet: »Einsamkeit: Die erste Person Singular ist in der Mehrzahl« – also immerhin nicht allein. Und das trifft auch auf diese Gedichte zu: Sie schauen einander ähnlich, sie würden einander erkennen können, auch an dem Ich, von dem sie handeln. Es versöhnt einen, vielleicht auch mit der eigenen Einsamkeit, von diesem Ich zu wissen, von seinem Alltag, den es nüchtern beobachtet und dem es gleichzeitig Bilder und Verse von überraschender Leuchtkraft abgewinnt. Diese Gedichte sind groß, groß genug für Gegensätze und Selbstwidersprüche, und sie nehmen sich zurück, als hätten sie sich gekürzt. Sie sind das, was übrig bleibt, wenn das Ich – »Ein Niemand \/ Unvergessen« – gestrichen ist.Rezension

Junge Ärztin und Schriftstellerin Minu Tizabi

Dr. med., *1992) liest und schreibt seit ihrer frühesten Kindheit
gerne Geschichten. In der Schule übersprang sie mehrere Klassen und wurde im Alter von 14 Jahren Deutschlands jüngste Abiturientin.
Direkt im Anschluss begann sie an der Universität Heidelberg ein Medizinstudium, das sie im Alter von 22 Jahren als Deutschlands jüngste Ärztin abschloss. Anschließend forschte sie ein Jahr in den USA, bevor sie nach Heidelberg zurückkehrte.
Im November 2019 erschien ihre englischsprachige Kurzgeschichte „Connecticutting“ in einer von der Creative Writing Group an der
Uni Heidelberg herausgegebenen Anthologie.
Am 19. Juli 2021 ist ihr Debütroman „Revolution morgen 12 Uhr“ beim Aufbau-Verlag/Blumenbar erschienen.

Neuer Blick auf die Kunst der Ukraine: Vernissage am 9.9. 2021 in Lemberg

wonderful art

розкриття і передачі теми таємничого невагомого простору – художниця використовує спосіб витинання та вирізання з паперу. Для своїх робіт застосовує одинарний папір, білий чи кольоровий, орнамент укладає в довільні динамічні композиції. Різкий контраст вирізаної площини і наскрізний простір творить враження тривимірності і дає можливість заглянути в інший, позапаперовий світ.
Роботи художниці відзначаються високою художньою якістю, вражаючою філігранністю. Винахідливими та хитромудрими вирізами, а також плавними вишуканими, майже невагомими лініями, вона творить той чи інший особливий образ, який вже виходить за рамки традиційного витинання/вирізання. Завдяки формотворчим чітким лініям, які нагадують штрихи, і використанню контрастів чорного і білого, творчість Оксани уподібнюється до графіки, тому, мабуть, доречно буде тут застосувати визначення – паперова графіка, а саму художницю найменувати, на кшталт американського Paper Cut Artist.
Тож беріть свої крила і доєднуйтеся до впевнених, мудрих, сповнених любов’ю!



Oksana Sentimreyas Kunstprojekt „Winged“ Das Wortbild von Okrylena – voller Inspiration, Liebe, Gedankenreichtum, Selbstbewusstsein, Kraft, Fähigkeiten, klingt wie das Leitmotiv des gleichnamigen Kunstprojekts der Lemberger Künstlerin Oksana Sentimreya. Der visuelle Ausdruck des Wort-Bildes in ihren Werken sind Flügel in verschiedenen Konfigurationen und Tonalitäten. Um das Thema eines mysteriösen schwerelosen Raumes zu offenbaren und zu vermitteln, bedient sich die Künstlerin der Methode des Schneidens und Ausschneidens von Papier.

Für ihre Arbeiten verwendet er ein einzelnes Papier, weiß oder farbig, das Ornament ist in einem Wurfdynamo platziert. Der scharfe Kontrast der Schnittebene und des durchgehenden Raumes vermittelt den Eindruck von Dreidimensionalität.

>Blick ins Buch

Keine Fotobeschreibung verfügbar.
Oksana

Eine neue Perspektive ukrainischer Kunst:

Die Dezember-Ausstellung in der City von Lemberg erinnerte an Strategien der dekorativen Bildsprache. Die moderne Form zeichnet den funktionalen Zweck des Werks aus. So wird auch nach nach Auffassung von Kunsteexpertenein semantisches Programm mit traditonellen Elementen zu einer neuen ästhetischen Realität und löst Emotionen aus.

Oksana Sentymrei stellte Grafiken und paper cuts zuvor in der Melenka-Galerie vor. Sie besuchte die berühmte Nationale Kunstakademie in Lemberg und unterrichtet dort seit 11 Jahren an der Hochschule für angewandte und dekorative Kunst. Es fällt auf, dass die Kunst in der Ukraine sich seit 5 Jahren hinsichtlich Stil und Thematik von ihrer traditionellen Technik emanzipiert hat, so dass zum Beispiel die Kunst nicht mehr von herkömmlicher Symmetrie bestimmt ist. Die neue Kunst der Ukraine wird in jüngster Zeit auf der Bienale in Venedig und in einigen deutschen Galerien ausgestellt.

Paper cut 2

paper cut 3

Kaltnadeldruck…

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Rezensionen

https://wordpress.com/read/blogs/151422927/posts/634https://wordpress.com/read/blogs/151422927/posts/634

Karl F. Masuhr Ärzte, Dichter & Rebellen –
psychosomatische Aspekte ihres Wirkens.

Über den Autor: Schon während seines Humanmedizinstudiums beschäftigte er sich u.a. mit Philosophie und Film- und Theaterwissenschaft. In seiner beruflichen Tätigkeit waren psychosomatische Aspekte inder Neurologie zentrale Teile seines Denkens, sodass sein Buch „Ärzte, Dichter & Rebellen. Psychosomatische Aspekte ihres Wirkens“ wie eine konsequente Fortsetzung seiner langen ärztlichen und publikatorischen Tätigkeiten erscheint.


Ein Buch, prall gefüllt mit Poesie und „richtigem Leben“, und zwar mit geballtem dramaturgischem Effekt. Empfehlenswert, wenn auch – das sei aus ärztlicher Fürsorge zugestanden – bisweilen für „starke Nerven“ (Prof. Dr. Volker Faust, Ulm 17. 6. 2020).

Dr. phil. Stefanie Oswalt 29.7.2019:
„Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.“ So ein bekanntes Zitat des Soldaten Woyzeck im gleichnamigen Bühnenfragment Georg-Büchners. Der Protagonist: ein von einem Arzt zu einer unsinnigen, entwürdigenden Diät verpflichteter Mensch in schwerer psychischer Bedrängnis, der am Ende seine Geliebte ersticht. Sein Erfinder: derArzt, Dichter und Revolutionär Georg Büchner, der trotz seines frühen Todes als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller gilt. Wenig verwunderlich, dass Georg Büchner denn auch in der Monographie „Ärzte, Dichter & Rebellen“ des Neurologen Karl Friedrich Masuhr eine prominente Rolle einnimmt.


Wie auch Friedrich Schiller und Arthur Schnitzler trat Büchner v. a. als Dramatiker hervor und wie sie sieht Masuhr ihn als Vorreiter einer modernen Psychosomatik sowie als Rebellen gegen Väter und Landesherren. Diese Punkte miteinander in Bezug zu setzen ist das Anliegen von Masuhrs interdisziplinärer Studie. Denn in Biografien großer Ärzte und großer Dichter hat Masuhr bislang die Darstellung der psychosomatischen Kenntnisse und die Beurteilung des „Rebellentums“ vermisst – eine Leerstelle, die er mit seiner Untersuchung aufzeigt und diskutiert. Denn, so die These des Neurologen, dessen Wikipedia-Eintrag seine familiäre Affinität zur Literatur- und Geisteswissenschaft offenlegt: „Offenbar verfügen aber gerade die Ärzte und Dichter, die ein ,Doppelleben‘ führen, über ein Sensorium, das sie befähigt, nicht nur Diagnosen zu stellen und Verse zu schmieden, sondern darüber hinaus das wahrzunehmen, was die schönen wie die heilenden Künste in Bewegung bringt.“ (S. 15) Im Umgang mit kranken Menschen gewinne der schreibende Arzt „Einblicke in das dynamische Dreiecksverhältnis von Körper, Geist und Umwelt“ (S. 11). In der Literatur wie in der Heilkunde, so Masuhr, seien Ideen angelegt, „die bei der Analyse ihres Zusammenwirkens spürbaren Widerstand herausfordern.“ – Rebellion auch gegen die Vergänglichkeit (S. 22).

Masuhrs Befund nach gehörten Ärzte-Dichter immer zur Avantgarde der literarischen Moderne: Friedrich Schiller, John Keats und Arthur Schnitzler ebenso wie Gottfried Benn, Alfred Döblin oder in der literarischen Gegenwart Reinald Goetz, Jakob Hein oder Uwe Tellkamp. Detailreich und unter Hinzuziehung vielfältiger Sekundärliteratur analysiert Masuhr die Biografien völlig unterschiedlicher Dichter-Ärzte seit dem 18. Jahrhundert: Wir lesen über Dichter, die für ihr Rebellentum mit dem Leben bezahlen mussten wie der kubanische Revolutionär Che Guevara oder der philippinische Schriftsteller, Arzt, Patriot und Freimaurer José Rizal. Außerdem entdeckt Masuhr verblüffende biografische Parallelen zwischen Gottfried Benns Autobiografie„Doppelleben“, in der dieser seinen Werdegang als Arzt und Dichter reflektiert, und der Biografie des russischen Satirikers Michail Bulgakow – die beide nicht nur frühzeitig zu Ruhm gelangten, Ärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten waren, sondern auch an den jeweiligen politischen Umständen litten: Benn, der trotz anfänglicher Anbiederung bald in die Ungnade der Nationalsozialisten fiel und sich ins innere Exil zurückzog, und Bulgakow, der Schreibverbot erhielt, mangels Ausreisegenehmigung unter Stalin aber ebenfalls im Lande blieb (S. 156). Zu den wenigen biografisch vorgestellten Frauen des Bandes gehört die 1897 geborene Sexualforscherin, Psychotherapeutin und Schriftstellerin Charlotte Wolff, die in der Medizin einen „Nährboden für die Poesie“ und zugleich ein „Gegengift gegen zu viel Innerlichkeit“ sah. Als Jüdin verfolgt, floh sie 1933 nach Paris und wurde 1947 britische Staatsbürgerin (S. 179f.). Auch die ägyptische, 1931 geborene Schriftstellerin und Psychiaterin Naval El Saadawi findet Erwähnung, die sich als Aktivistin gegen die Unterdrückung von Frauen in der islamischen Welt unter anderem gegen Genitalverstümmelung einsetzte. Komplex ist Masuhrs in 16 Kapitel gegliederte und mit einem Epilog versehene Darstellung – gelegentlich erführe der interdisziplinär etwas weniger gebildete Leser auch gerne etwas mehr über die vorgestellten „Ärzte, Dichter & Rebellen“ –, aber auf jeden Fall lohnt die Lektüre zum Weiterforschen und -denken.


Karl F. Masuhr Ärzte, Dichter & Rebellen: „Das Buch ist faszinierend – nicht nur für Mediziner und Literaturliebhaber“

Dr. phil. Stefanie Oswalt EisenacherStr.74, 10824 Berlin,Deutschland 29.7.2019 Springer nature

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Über Ärzte, Dichter & Rebellen: Neuwieder veröffentlicht Buch mit 53 Biografien von „Arztdichtern“

RHEINZEITING vom 4. 2. 2019: Die Uraufführung der „Räuber“ war für ihren Autor 1782 ein Triumph, der Durchbruch zu einer Karriere, für die er bis heute weltberühmt ist. Dass Friedrich Schiller, der große deutsche Dichter, aber eigentlich Arzt war und schon vor seinem ersten, rebellischen Drama drei medizinische Dissertationen verfasst hatte, dass er gar als einer der Vorreiter der modernen Psychosomatik gilt – das wissen nur wenige.

Und Schiller ist nicht der einzige große – und rebellische – Literat mit medizinischem Hintergrund. Karl F. Masuhr kennt 52 weitere. Er hat sie thematisch zusammengefasst und stellt sie in seinem neuen Buch vor.“

„Ärzte, Dichter & Rebellen“ heißt das im Verlag „Königshausen und Neumann“ erschienenen Essay des Neuwieders, 301 Seiten ist es stark. Geadelt wird das Buch von einem Vorwort des Charité-Vorstands Prof. Karl Max Einhäupl. Schließlich haben etliche der porträtierten „Arztdichter“ an dem traditionsreichen Klinikum in der Hauptstadt gewirkt.

Karl F. Masuhr Ärzte, Dichter & Rebellen.
Psychosomatische Aspekte ihres Wirkens.
Königshausen u. Neumann, 302 S., € 19,80

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Psychologie heute S. 90 1/2019:

Reaktionen

von Elke Heidenreich, Hans Magnus Enzensberger, Hans Joachim Schädlich, Durs Grünbein, Axel Kahrs, Hanna Kulessa, Ulrich Fuchs, Wilhelm Rimpau, Ellis Huber, Hélène Coté-Martin, NY, Jon Mukand, NY, Wolf-Andreas Lieberz, Alex Maurer, Stefanie Oswaldt, Helmut Milz:

„…lese es augenblicklich mit großem Vergnügen und Gewinn. Da sind manche Anregungen, die ich beim Schreiben meines letzten Buches gerne aufgenommen hätte.
Ein sehr gut geschriebenes, kenntnisreiches Buch, welches uns einen anderen Blick auf sozialkritisch und poetisch engagierte AerztInnen eroeffnet.
Carlos Masuhr vereint seine spezielle Mischung aus langjähriger klinischer Erfahrung und parallelen, kuenstlerischen Stärken zu einer ungewohnten Synthese. Durch Sie beschreibt er, wie wichtig fuer AerztInnen ein differenziertes und bildreiches Verhältnis zu ihrer eigenen Sprache bleibt, das weit ueber den eingeschränkten, fachspezischen Wortschatzes hinausgeht.
Die von ihm portraitierten AerztInnen zeigten auf ihre Art Zivilcourage und wurden zum wichtigen, literarischen Sprachrohr fuer notwendige soziale Reformen. (Prof. Helmut Milz, 13.5. 2019)


jochen schädlich

Hans Joachim Schädlich

Ein eindrucksvolles Werk! Ich glaube, es gibt keine vergleichbare, so reichhaltige Arbeit über Arzt-Schriftsteller-Doppelexistenzen. Ich lerne viel daraus.“ (Hans Joachim Schädlich, 27. 12. 2018)

„Ihr Gedächtnis ist ja fast pathologisch und erinnert (!) an total recall, was, glaube ich, bei den Psychiatern als Leiden gilt. Außerdem fällt Ihre Dikretion (sic!) auf. Liebe zur Literatur und den Künsten…“
(Hans Magnus Enzensberger 15. 11. 2018)


„Ich las gerade Karf F. Masuhrs „Ärzte und Dichter“ – ein kluges Buch“.
(Axel Kahrs, 23. 2. 2019)

Link zu Deutsches Ärzteblatt 14. 12. 2018: „Eine revolutionäre Mischung“ : Masuhr stellt in diesem ungewöhnlichen Buch mehr als 50 Arzt-Dichter (und einige dichtende Ärztinnen) vor. Er vergleicht ihre Biografien und entdeckt überraschende Gemeinsamkeiten (etwa zwischen Benn und Bulgakow).

heidenreich 2

Your book is linking your medical activity with poetry and invites us to explore this connection which will lead to new paths. It can be interpreted as a rebellion that is for sure. You really come out of the norm here!!! (Hélène Coté-Martin, New York, 14.10. 2018).

„Ich habe Ihr Buch „Ärzte, Dichter und Rebellen“ schon gelesen! Und das mit großer Neugier, Erstaunen und Begeisterung“ (Hanna Kulessa, 8. 9. 2018)

„Ein tolles Buch!“ (Prof. Dr. Wolf-Andreas Lieberz, Universität Koblenz-Landau, 1. 8. 2018)

Grünbein 2

Durs Grünbein zu „Ärte, Dichter und Rebellen“ (Kapitel: Effekt und Affekt) Interpretation seines Gedichts „Biologischer Walzer“

Grünbein 1

„Masuhr hat ein tolles Buch vorgelegt“ (Prof. Dr. Wilhelm Rimpau, 13.7.2019)

Prof. Dr. W. Kahlke, Hamburg:

„Das Buch ist faszinierend – nicht nur für Mediziner und Literaturliebhaber“

Afghanistan – before and after Taliban

DAS TRAUERSPIEL VON AFGHANISTAN

Theodor Fontane (1857), zwei zentrale Strophen:

„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.

Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person

Abb.: Zwischen 1839 und 1842 besetzten die Briten Kabul. Die Flucht wurde zu einem der grössten militärischen Desaster des 19. Jahrhunderts © National Army Museum, London

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(Matthias Claudius 1778)

Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre?
’s ist leider Krieg und ich begehre,
nicht schuld daran zu sein.

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Photograph by Steve McCurry
Überblick
LandAfghanistan
Bevölkerung38,04 Millionen
HauptstadtKabul
Fläche652.860 km²
SprachenPaschtu, Dari

Kabul unter den Taliban

Ist möglicherweise ein Bild von 3 Personen und Text „ROGER WILLEMSEN AFGHANISCHE REISE“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein

„Lieb Vaterland, magst ruhig sein“
(Die Wacht am Rhein),
oft variiert, so von Udo Jürgens, doch originalgetreu gesungen von HEINO.

Vater Rhein:
Heinrich Heine: Deutschland, ein Wintermärchen

Wenn ich es höre, das dumme Lied,
Dann möcht ich mir zerraufen
Den weißen Bart, ich möchte fürwahr
Mich in mir selbst ersaufen!

Der Wicht am Rhein

(aktualisierte Parodie,
frei nach Max Schneckenburger 1840)

Es braust ein Sturm wie Donnerhall,
Mit Wasserflut und Wogenprall:
Zur Ahr, zur Mosel und zum Rhein!
Wer könnt` der Ströme Hüter sein?
Ein Deutscher, bieder, fromm und stark
beschützt die heil’ge Landesmark.
Lieb’ Vaterland, magst ruhig sein,
Fest steht und treu ein Wicht am Rhein!