K. F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

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„Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden“ (S. Kierkegaard).

  Winfried Kahlke   24. Januar 2019 Symposium zu Ehren des langjährigen Seminarleiters Prof. Dr. med. Winfried Kahlke Universitätsklinikum Hamburg- EppendorfIn diesem interdisziplinären Seminar werden seit genau 40 Jahren aktuelle und kontroverse Themen der Medizin-Ethik diskutiert. Ich habe nie eine vergelichbare Runde erlebt, in der Berufstätige und Studierende aus den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens teilnehmen … Weiterlesen „Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden“ (S. Kierkegaard).

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Uwe Tellkamp, Arzt und Dichter

Uwe Tellkamp hat einen offenen Brief verfasst, in dem er den engen "Gesinnungskorridor" in der deutschen Debattenkultur kritisiert.https://www.sueddeutsche.de/kultur/uwe-tellkamp-offener-brief-protest-von-rechts-1.4212421 Der Verfasser des Wenderomans Der Turm, berichtete aus eigener, ostdeutscher Sicht über die Vorgeschichte der friedlichen Revolution von 1989 und lieferte damit ein Lehrbeispiel für historische Diskontinuität im Kampf der Freiheitskräfte gegen die Staatssicherheit und den Rückzug … Weiterlesen Uwe Tellkamp, Arzt und Dichter

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K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

    Karl F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen – psychosomatische Aspekte ihres Wirkens. Auf der Suche nach frühen Spuren der Psychosomatik in der Dramen- und Prosaliteratur finden sich wegweisende Texte von Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler. Diese Mediziner befassten sich eingehend mit dem Leib-Seele-Problem. Einige ihrer ersten Beobachtungen und Einsichten gingen unmittelbar … Weiterlesen K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

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Frankfurter Buchmesse

   Sehr interessante biografische Details, auch von zahlreichen mir bislang unbekannten Schriftsteller/Ärzten, eine großartige Idee! (Prof. Dr. Reinhold Grün, 7.10.2018) ”Ärzte, Dichter und Rebellen – psychosomatische Aspekte ihres Wirkens.” Das Werk eines bekannten Nervenarztes ist jetzt mein Lieblingsbuch. Es handelt von Ärzten, die Dichter waren, darunter auch Ärztinnen, dir wie ihr Vorbild Albert Schweitzer, über … Weiterlesen Frankfurter Buchmesse

Durs Grünbein: Aus der Traum (Kartei)

siehe auch Rezensionen und Reaktionen     Kein anderer Dichter hat in den letzten Jahren mit so meisterhaften Großpoemen und formenreichen Zyklen beeindruckt wie Durs Grünbein. Auch die Liebe hat in seinen Gedichten ihren Auftritt, als Spiel- und Echoraum von Erotik und Psyche. Seine Liebesgedichte sind wortgewaltig und musikalisch, sinnlich und klar und zeugen von … Weiterlesen Durs Grünbein: Aus der Traum (Kartei)

Jan Korczak, Arzt und Schriftsteller

Jan Korczak (Henrik Goldsmit) verfasste Kinderbücher und Abhandlungen wie Das Recht des Kindes auf Achtung (1928). Nach dem Ende seiner ärztlichen Tätigkeit leitete er das jüdische Waisenhaus in Warschau. Im August 1942 wurde er zusammen mit fast 200 Kindern, die er im Warschauer Ghetto betreut hatte und nicht im Stich lassen wollte, in der Gaskammer … Weiterlesen Jan Korczak, Arzt und Schriftsteller

Lehnitzer Lesung und Gespräch: Der Dichter und Arzt Friedrich Wolf

  Dichter, Ärzte und Rebellen Dr. Karl F. Masuhr im Gespräch mit Paul Werner Wagner Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler geben die Richtung des Diskurses an, in dem sich der angesehene Neurologe Dr. Karl F. Masuhr unter anderem mit den psychosomatischen Aspekten des Wirkens von über 50 Autorinnen und Autoren beschäftigt. Viele haben … Weiterlesen Lehnitzer Lesung und Gespräch: Der Dichter und Arzt Friedrich Wolf

Sauerbruch an der Charité

Und du hast ihnen alles gegeben: Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben.                                                                                                HANNES WADER NACH ERIC BOGLE 12. Kapitel: Arzttum – Dichtertum–Kämpfertum: Sanitätsoffiziere und Dichter, Dichterinnen und Ärztinnen an der Front (Ärzte, Dichter und Rebellen auf Seite 166): Es gab an der Charité auch den Chirurgen Ferdinand Sauerbruch, der nicht als Dichter oder Rebell, … Weiterlesen Sauerbruch an der Charité

Handschuh als poetische Metapher

  Da Schau, sie stützt die Wange auf die Hand! O, wär’ ich nur der Handschuh dieser Hand Und dürft’ die Wange streicheln                                   WILLIAM SHAKESPEARE   Eins der schönsten Gedichte von John Keats richtet sich aus poetischer Distanz an eine Unbekannte: An eine Dame (flüchtig gesehen in Vauxhall) Time’s sea hath been five years at its slow ebb, Long hours have to end and fro let creep the sand, Since I was tangled in the beauty‘s web, And snared by the ungloving of thy hand. Fünf Jahre ebbt das träge Meer der Zeit, Und langsam rann der feine Stundensand, Seit du den Handschuh zogst von weißer Hand Und ich mich fing in deiner Lieblichkeit.   Der glückliche Augenblick einer Begegnung dehnt sich auf Jahre und täg- lich gezählte Stunden aus. Es ist „das träge Meer der Zeit“ im Wechsel der Gezeiten.  Während  der  reale  Hintergrund  verschwimmt,  entwickelt  sich ein scharfes Erinnerungsbild, das von der flüchtig beobachteten Szene zu Erlebnis  anwächst.  Da  der  abgestreifte Handschuh – glove – sich leicht auf love reimen ließe, könnte die Geste  der  fremden  Frau  ein  minimales Entgegenkommen  und  damit  den Beginn einer Liebesbegegnung anzeigen. Die Ärztin Elizabetha Polonskaja (S. 88) legte sich den Namen ihres Geliebten zu, ohne mit ihm Hochzeit zu feiern. Was ihr blieb, war ein Traum synästhetischer Wahrnehmung: Als du mich verlassen hast und meinen Handschuh geküsst,   kaufte ich einer alten Frau auf der Straße einen Traum ab,  einen azurblauen Traum, giftig und süß wie der Klang linder Märzenluft.  Wie bei Keats und Schiller ist es wieder ein Frauenhandschuh, der nun aber im Augenblick des Abschieds die Hand verhüllt. Bei Büchner und Tschechow sind  es  die  weißen  Handschuhe  der  starken  Männer,  die  Herren  genannt werden, bei Schnitzler Damen- und Herrenhandschuhe in allen Farben. z.B. bei Georg Büchner: … Weiterlesen Handschuh als poetische Metapher

Médecins-écrivains ou écrivains-médecins francais

In  der  Renaissance- Literatur  begegnet  man  dem  Ordensmann,  Arzt  und  Dichter Francois  de  Rabelais (geboren  1483  oder  1494),  einem  berühmten Wortkünstler. Er  soll  wegen  seiner  satirischen  und  ketzerischen Schriften  gelegentlich   gescholten,  verboten  und  eingesperrt  worden  sein.   Der französische  Schriftsteller  Georges  Duhamel war Sanitätsoffizier im I. Weltkrieg. Sein wichtigstes Werk trägt den Titel Civilisation (1918). Er sieht die Zivilisation „in den Herzen der Menschen“ begründet. Er wurde  Mitglied  der  Académie  francaise (1935) und stand der Résistance nahe.   Der Schriftsteller und Arzt Jean-Paul Marat, ein Anführer und Opfer der Französischen Revolution, verfasste neben politischen und  naturwissenschaftlichen  Schriften  den  Abenteuer- und Liebesroman Aventures du jeune Comte Potowski. Un Roman de Cœur (1771), der jedoch erst posthum 1848 erschien.    Jean Paul Marat (1743-1793) Der  Urwaldarzt  Albert  Schweitzer  (1875–1965)  verfasste Selbstzeugnisse,    die  eine  interessante  Ergänzung  seiner  theolo-gischen  Schriften   darstellen.  Mit  seiner  Forderung nach Ehrfurcht vor dem Leben gewann er weltweites Ansehen, zumal er  mit seiner Devise auf ebenso magische wie menschliche Weise die Begriffe „Furcht“ und „Ehre“ miteinander und mit dem  neuen  Gebot  der  Ehrfurcht vor  allen  Lebewesen  verband. Louis-Ferdinand Céline (Reise ans Ende der Nacht, 1932) verstand als Armenarzt besonders die einfache Sprache,  die  sie  im  Umgang  … Weiterlesen Médecins-écrivains ou écrivains-médecins francais