Ärzte, Dichter und Rebellen an der Charité, Geleitwort

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Uwe Tellkamp, Arzt und Dichter

Uwe Tellkamp hat einen offenen Brief verfasst, in dem er den engen "Gesinnungskorridor" in der deutschen Debattenkultur kritisiert.https://www.sueddeutsche.de/kultur/uwe-tellkamp-offener-brief-protest-von-rechts-1.4212421 Der Verfasser des Wenderomans Der Turm, berichtete aus eigener, ostdeutscher Sicht über die Vorgeschichte der friedlichen Revolution von 1989 und lieferte damit ein Lehrbeispiel für historische Diskontinuität im Kampf der Freiheitskräfte gegen die Staatssicherheit und den Rückzug … Weiterlesen Uwe Tellkamp, Arzt und Dichter

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K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

    Karl F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen – psychosomatische Aspekte ihres Wirkens. Auf der Suche nach frühen Spuren der Psychosomatik in der Dramen- und Prosaliteratur finden sich wegweisende Texte von Friedrich Schiller, Georg Büchner und Arthur Schnitzler. Diese Mediziner befassten sich eingehend mit dem Leib-Seele-Problem. Einige ihrer ersten Beobachtungen und Einsichten gingen unmittelbar … Weiterlesen K.F. Masuhr: Ärzte, Dichter und Rebellen

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Frankfurter Buchmesse

 In diesem Jahr sind drei meiner Bücher auf der Buchmesse in Frankfurt: 1. Ärzte, Dichter und Rebellen, Würzburg 2018 2. Neurologie Duale Reihe (E-Book), Stuttgart 2016 3. Die Visite, Berlin 2014  Sehr interessante biografische Details, auch von zahlreichen mir bislang unbekannten Schriftsteller/Ärzten, eine großartige Idee! (Prof. Dr. Reinhold Grün, 7.10.2018) ”Ärzte, Dichter und Rebellen – … Weiterlesen Frankfurter Buchmesse

Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hängetUnd voll mit wilden RosenDas Land in den See,Ihr holden Schwäne,Und trunken von KüssenTunkt ihr das HauptIns heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde ?Die Mauern stehnSprachlos und kalt, im WindeKlirren die Fahnen. Dies ist die Geschichte eines Einzelgängers, der keinen … Weiterlesen Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens

Huckepack, Hase und Igel

Huckepack, hier: auf der Schulter hocken Sandmännchen: „Liebe Kinder! Ein Hase soll in geheimer Wahl zum Präsidenten von Thüringen gewählt werden. Er bekommt von 100 Tieren des Thüringer Waldes 50 Stimmen, während seine beiden Mitbewerber (zwei Igel) 45 bzw. 5 Stimmen erhalten. Also ein Unentschieden. Will nun der 1. Igel nur als „Huckepack“ (in Thüringen: … Weiterlesen Huckepack, Hase und Igel

Mehr Hirn in die Politik: Hier Robert Habeck- Biografie

K"Die Grünen befinden sich seit Antritt des Duos im Höhenflug. Einst als Bewegung der "Müsli-Esser" und "Ökospinner" abgetan, gewinnt die Partei immer mehr Anhänger, selbst in der bürgerlichen Mitte. Und dabei spielt Robert Habeck eine, wenn nicht die zentrale Rolle." Aber wie kam es zu seinem kometenhaften Aufstieg? Welchen Personen und welchen Umständen verdankt er … Weiterlesen Mehr Hirn in die Politik: Hier Robert Habeck- Biografie

Alfred Döblin – Arzt und Dichter I

Die  expressionistischen  Dichter  Alfred  Döblin  („Berlin  Alexanderplatz“)  und  Gottfried  Benn  („Morgue-Zyklus“)  gelten  heute  als  bedeutende Vertreter der literarischen Moderne. Sie kämpften als Ärzte und Dichter gegen die Vanitas. Nach  Sigmund  Freud  (1856–1939)  ist  Vergänglichkeit  keineswegs  mit  der  Entwer- tung des Schönen verbunden, sondern im Gegenteil als „Wertsteigerung“ aufzufassen.   Bei der Betrachtung der bildendenden Kunst und Literaturwird  das  Fazit  seiner  Studie  über  Das  Unbehagen  in  der  Kultur    durch  einen Vers aus Friedrich Schillers Ballade Der Taucher gemildert:  Es freue sich, wer da atmet im rosigen Licht.  Auf  diese  Ballade  berief  sich  auch  Alfred  Döblin  (1878–1957):  In  beson- ders kritischen Situationen seines Lebens habe er sich daran erinnert, weil dem Bericht des Tauchers über die Gefahr, in einen Strudel zu geraten, ein hoffnungsvoller Vers auf dem Fuß folge:   Doch es war mir zum Heil, es riss mich nach oben.  Döblin gehörte  zu den  wenigen  Arztdichtern  der  Moderne,  die  offenbar so gottesfürchtig wie die Barocklyriker waren und sich anscheinend auch vor keinem Menschen fürchteten. Er bekannte freilich, dass es ihm unterseinem  eigenen   psychotherapeutischem  Blick manchmal  „ganz  bänglich“   geworden  sei; man  könne  eben  keine  „wirkliche  Autobiographie“   schreiben, also  nicht  zugleich  derjenige,  „der  in  den  Spiegel  schaue,     und  der  Spiegel“  sein. Die nur in der Phantasie existierenden Vorgänge, von denen nur ein Pseudo-loge  fest  überzeugt  ist,  entsprechen  den  Konfabulationen  der  Alkoholkranken,  die  Alfred  Döblin  in  seiner  Dissertation  über das Korsakow-Syndrom beschrieb.  In  diesen Täuschungssituationen  kann  Klarheit  nur  durch  große  Umsicht,  Auf- merksamkeit und geschärfte Wahrnehmung gewonnen werden.   Nach Döblin ist eine wichtige Voraussetzung der Dichtkunst ein „übernormal scharfes Sehen“.   Denn ein Schriftsteller wie er be-trachtet  die  Dinge  nicht  einäugig  aus  einem  Winkel,  sondern mehrperspektivisch  und  stereoskopisch;  er  kann  daher  Gegen- stände  dreidimensional  beschreiben.  Die  Lektüre  seiner  Texte vermittelt – wie bei einem Blick aus dem Fenster bei einer Fahrt durch  eine  Landschaft  –  den  Eindruck,  dass  die  räumlich  wahr- nehmbaren Dinge vor einem Hintergrund stehen: ein Baum vor dem Fluss, eine Burg auf dem Berg am Horizont. Je weiter ent- fernt, desto bläulicher erscheinen die kulissenartigen Hügel. Der Abstand eines Gegenstandes von seinem Hintergrund wird um- so  deutlicher  sein,  je  schärfer  das  Sehen  und  je  genauer  die  Re-  zeption des räumlichen Eindrucks ist.   •     Es entsteht Dreidimensionalität, wenn zum Beispiel in der Vorstellung  anschauliche  Abbilder  von  Lebewesen  erscheinen:  das  Wild im Wald. Nach einem Augenblick des Stillstands ist zu er warten,  dass die Tiere zwischen den Bäumen hervortreten. Diese Bewegung  fesselt  die  Wahrnehmung.   Döblin hatte auch die originelle Hypothese aufgestellt: „Das gefährlichste Organ  des  Menschen  ist  der  Kopf“.    Schon  während  des  Medizinstudi-  ums schrieb er eine satirische Kopf-ab-Geschichte:    Sein Arm hob sich, das Stöckchen sauste, wupp, flog der Kopf ab. Der Kopf überstürzte sich in der Luft, verschwand im Gras. ((Die  Ermordung  einer  Butterblume  und  andere  Erzählungen.  München 1913). Als Döblin den berühmten Autor des Stücks Reigen (1921) in einer zuge- spitzten Theaterkritik förmlich aufspießte und „Arthur der Zerschnitzler“ nannte, bezog er sich auf die Dichtkunst des Wiener Kollegen, den er aber als Urheber der von ihm selbst angewandten Methode des inneren Mono-logs bewunderte. Döblin folgte zwar durchaus den von Schnitzler im Wiener Milieu  der  Jahrhundertwende  aufgenommenen  Spuren  des  vorbewussten  Denkens;  er  favorisierte  jedoch  den  breiten  Bewusstseinsstrom,  der  später vor allem seinen Berliner Großstadtroman durchflutete. Mit der Umdeu- tung  des  Namens  kritisierte  er  Schnitzlers  dramatische  und  narrative   Technik  insofern,  als  diese  nach  seiner  Auffassung  eine  Trennung  von Erotik und Sexualität bewirkt habe; er bezog sich also nicht etwa auf dessen pathologisch-anatomische Fertigkeiten, vielmehr schätzten beide, der Berliner  wie  der  Wiener  Dichter,  nicht  nur  die  Zergliederung  der  Um-gangssprache zugunsten des inneren Monologs, sondern auch den Nutzen autoptischer Studien zur Erforschung der Körperfunktionen:  Das psycho logische  wie  das  sezierende  Handwerk  der  schreibenden - Nervenärzte … Weiterlesen Alfred Döblin – Arzt und Dichter I

Alfred Döblin, Arzt und Dichter II

Am Übergang von der Belle Époque in die Moderne fand eine neue kulturelle Aufwertung der Städte Wien und Weimar statt. So sprach man von der Wiener Moderne und nach dem Ende der Wilhelminischen Ära von der Weimarer Republik. Verglichen mit diesen epochalen Begriffen beschrieb Alfred Döblins Romantitel Berlin Alexanderplatz (1929) zwar nur den kleinen Teil … Weiterlesen Alfred Döblin, Arzt und Dichter II

Mechthilde Kütemeyer (7.12.1938 – 8.10.2016), Pionierin der Psychosomatik

https://arztdichter.net/2018/09/24/psychosomatik-chronischer-schmerzen/ Dr. Mechthilde Kütemeyer https://www.kütemeyer.info Dr.med. Mechthilde KütemeyerFachärztin für Neurologie und Psychiatrie,Psychosomatik und Psychotherapie Realistin, die das Unmögliche forderte Mechthilde Kütemeyer setzte sich für eine neue, integrierte psychosomatische Wissenschaft und mehr weibliches Denken in der Medizin ein. Mechthilde Kütemeyer ist am 7. Dezember 1938 in Heidelberg geboren. Nach ihrem Medizinstudium in Heidelberg, promovierte Mechthilde Kütemeyer … Weiterlesen Mechthilde Kütemeyer (7.12.1938 – 8.10.2016), Pionierin der Psychosomatik

Nicolas Born (31.12.1937 – 7.12.1979)

Ich wünsche ein Buch, in das ihr alle vorn hineingehen und hinten herauskommen könnt. http://nicolasborn.de/ Nicolas Born zählt heute zu den bedeutendesten Schriftstellern der Nachkriegszeit. In den siebziger Jahren erreichte er gerade mit seiner Lyrik, u.a. dem in der Reihe Das Neue Buch Rowohlt erschienenen „Das Auge des Entdeckers“ (1972) eine bisher ungekannte öffentliche Aufmerksamkeit für … Weiterlesen Nicolas Born (31.12.1937 – 7.12.1979)